Zweckoptimismus beim Fußball-Bund: ÖFB blickt zuversichtlich auf EURO-Jahr 2008
- Stickler: "Der Nachwuchs macht uns große Freude"
- Vranitzky-Appell an die Fans: Mehr zusammen stehen
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
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"Wir haben im Moment eben nicht die Torjäger"
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·Der Modus für die
WM-Qualifikation 2010
So ermitteln Kontinental-
Verbände ihre Starter
Der österreichische Fußball-Bund steht vor seinem spannendsten Jahr und blickt hoffnungsfroh auf 2008, auch wenn die Ergebnisse des Nationalteams den Optimismus für das Jahr der EURO nicht unbedingt begründen. "Wir stellen sehr wohl fest, dass etwas entsteht", erklärte aber ÖFB-Präsident Friedrich Stickler bei der ÖFB-Jahresabschlussfeier. Stickler bezog sich auf die Erfolge der Nachwuchsteams, aber auch einiger Talente, die in den abschließenden Spielen des Jahres eingebaut und großteils gute Leistungen gezeigt haben.
Nicht nur die Reden und Diskussionen, auch der Veranstaltungsort war schon ganz auf das größte Ereignis in der österreichischen Sportgeschichte ausgerichtet. Im Kursalon im Stadtpark, wo der Verband am 1. Juni seine ÖFB-Botschaft während der EURO einrichtet, versammelte sich 197 Tage vor dem EM-Ankick am 7. Juni Prominenz aus Sport, Politik und Wirtschaft, die für die Benefizaktion Charity 08 auch in die Tasche griff und die Spendensumme auf über 49.000 Euro erhöhte.
"Nachwuchs macht große Freude"
In seiner Ansprache zwischen Rückblick und Ausblick hob Stickler die Erfolge der U20-Auswahl (WM-Vierter) und der U21-Auswahl (ungeschlagen Tabellenführer in der EM-Qualifikation) hervor, verhehlte aber auch nicht seine phasenweise Enttäuschung über die auf Platz 91 der Weltrangliste abgerutschte Nationalmannschaft von Teamchef Josef Hickersberger. "Der Nachwuchs macht große Freude, beim Nationalteam war das nicht immer so. Aber der ÖFB steht vor einem wichtigen, wenn nicht seinem wichtigsten Jahr. Und ich Blicke mit Zuversicht in das kommende Jahr", erklärte der ÖFB-Präsident.
Wunsch an 12. Mann: "Reiß dich zusammen"
Zuspruch erhielt Stickler von Franz Vranitzky, seit über 20 Jahren Präsident des "Clubs der Freunde der Nationalmannschaft". Der frühere Bundeskanzler zeigte sich "froh", dass die Teamchef-Diskussionen aufgehört haben, und sprach von einer "gar nicht kleinen Hoffnung und gar nicht kleinen Zuversicht" im Hinblick auf die Heim-Europameisterschaft. Er appellierte an die Fans, die Mannschaft voll zu unterstützen. "Für den zwölften Mann habe ich den Wunsch: Reiß dich zusammen und stehe mehr zu uns als bisher", so Vranitzky, der für seine langjährige Unterstützung als erster VIP-Gast für das Finale am 29. Juni in Wien eingeladen wurde.
Keine Weihnachtspause
Für den ÖFB gibt es allerdings noch lange nicht Weihnachtspause. Der Countdown läuft unaufhaltsam, mit der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen für Südafrika 2010 in Durban und der Auslosung der EM-Gruppen am 2. Dezember in Luzern stehen zudem heuer noch zwei Highlights auf dem Programm. (apa/red)
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