Steve McClaren muss jetzt den Hut nehmen:
Als Konsequenz aus Englands Quali-Debakel
- Übernahm die Verantwortung für Englands Scheitern
- EURO erstes großes Turnier ohne England seit WM '94

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Steve McClaren hat das Scheitern in der EM-Qualifikation als englischer Teamchef wie erwartet nicht "überlebt". Nach dem 2:3 daheim gegen Kroatien und dem damit verbundenen Verpassen der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz wurde McClaren vom englischen Verband FA entlassen. McClaren hatte im Sommer 2006 nach der WM die Nachfolge von Sven-Göran Eriksson angetreten und eigentlich einen Vierjahresvertrag unterzeichnet.
FA-Präsident Geoff Thompson bestätigte auf einer Pressekonferenz die Trennung von McClaren. "Wie jeder England-Fan sind wir alle sehr enttäuscht, dass wir uns nicht für die EM 2008 qualifizieren konnten. Und ich weiß, dass Steve diese Enttäuschung mehr als alle anderen empfindet. Wir Engländer haben kein göttliches Recht darauf, bei jedem großen Turnier mitzuspielen, aber es ist ganz natürlich, dass wir die Qualifikation erwarten", erklärte Thompson. Auch McClarens "Co" Terry Venables wurde entlassen.
England hätte im heimischen Londoner Wembley-Stadion gegen Kroatien nur ein Unentschieden gebraucht, doch durch das 2:3 gegen die Kroaten sprang doch noch Russland (1:0 in Andorra) auf den EURO-Zug auf. Eine zehnköpfige "Notfall"-Kommission der FA trat daraufhin am Donnerstag zusammen und besiegelte die Entlassung des bereits lange in der Kritik gestandenen Trainers offiziell. Die Teamchef-Bilanz des ehemaligen Trainers von Emanuel Pogatetz bei Middlesbrough war nicht berauschend: In 18 Spielen gab es neun Siege, vier Remis und fünf Niederlagen.
Unterm Strich blieb das erste englische Quali-Out für ein großes Turnier seit der WM 1994 in England. In der EM-Quali blieb man erstmals seit 23 Jahren (EM 1984) auf der Strecke. Die Spekulationen um die McClaren-Nachfolge sind auf der Insel längst eröffnet worden.
(apa/red)
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