Freitag, 23. November 2007

Austragungsstätte der Fußball-EM 2008: Das Finanzzentrum von Weltrang Zürich

  • Das "Dörfli" ist der bekannteste Teil der Altstadt
  • Die Einwohner wirken durch "harten Dialekt" arrogant

Zürich ist heute vor allem als Finanzzentrum von Weltrang bekannt. Dass die Zürcher aber schon seit langem ein Talent für gute Geschäfte haben, beweist die Geschichte der Stadt. Bei der sogenannten Zunftrevolution im Jahre 1336 erreichten 13 Handwerkszünfte eine Beteiligung an der Stadtregierung. Dadurch gelang es schon sehr früh, ausgedehntes Untertanengebiet zu erwerben, um den Absatzmarkt zu vergrößern, aber auch, um den Fernhandelsweg Basel-Zürich-Chur zu kontrollieren.

Aufgrund des Rufes als Stadt der Banken und Versicherungen verwundert die Tatsache, dass 80 Prozent der Bevölkerung im Dienstleistungssektor tätig sind, wenig. Rund 341.000 Menschen leben im Zentrum, fast eine Million in der Agglomeration Zürichs. Die Stadt Zürich liegt im gleichnamigen Kanton, der mit 1.728 Quadratkilometer einer der größten und mit 1,27 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste der Schweiz ist.

Gut zu Fuß zu erforschen
Die Stadt an der Limmat und am Zürichsee eignet sich hervorragend, um sie zu Fuß zu erforschen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen so eng beisammen wie sonst nur in sehr kleinen Städten. Das "Dörfli" ist der wohl bekannteste Teil der Altstadt und das Herz Zürichs. Es erstreckt sich kreisartig vom Hauptbahnhof zum Zürichsee und wird von den Nicht-Zürchern zuweilen auch "Niederdörfli" genannt.

Die echten Zürcher mögen beim ersten Eindruck etwas verschlossen und arrogant wirken, was mitunter an ihrem "harten" Dialekt liegen kann. Innerhalb der Schweizer Landesgrenzen werden sie deshalb manchmal auch "Züri-Schnore" genannt ("Schnore" = Maul eines Tieres). Bei näherem Kennenlernen stellt sich aber heraus, dass die Bewohner der Stadt an der Limmat sehr gastfreundlich und kommunikativ sind.

In zwölf Kreise gegliedert
Die Stadt Zürich gliedert sich in zwölf Kreise, welche sich allesamt spiralenförmig um den ersten Kreis, die Altstadt, winden. Im äußeren, dem zwölften Kreis (Oerlikon/Seebach/Affoltern) spürt man noch den einstigen Dorfcharakter. Dieses Quartier ist als letztes zu den politischen Verwaltungskreisen der Stadt gestoßen.

(apa/red)

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23.11.2007 16:40
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