Austragungsstätte der Fußball-EM 2008: Das lieberale und europafreundliche Basel
- Durch Dreiländereck-Lage ein attraktiver Standort
- Wird vom Rhein in Groß- und Kleinbasel unterteilt

"Basel tickt anders" - Der Slogan der Stadt ist kein Hinweis darauf, dass hier die berühmten Schweizer Uhren falsch gehen, sondern deutet vielmehr an, dass sich Basel ganz gehörig von der restlichen "Deutschschweiz" abhebt. Die hiesige Bevölkerung gilt als ausgesprochen liberal, offen und europafreundlich - keine Selbstverständlichkeit in dem ansonsten so neutralen, traditionellen Land.
Das hat sicher auch mit der Lage der Stadt zu tun, denn Basel liegt - eingerahmt vom Elsass und dem Schwarzwald - mitten im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Passend dazu gibt es den EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg. Durch diese Lage mitten im Herzen Europas ist Basel und Umgebung ein attraktiver Wirtschafts- und Forschungsstandort.
Drittgrößte Stadt der Schweiz
Die 166.000-Einwohner-Gemeinde ist nach Zürich und Genf die drittgrößte Stadt der Schweiz. Basel wird vom Rhein quasi zerschnitten, der Fluss teilt die Kantonsstadt in Großbasel auf der linken und in Kleinbasel auf der rechten Seite. Kleinbasel gilt seit jeher als der Stadtteil der einfacheren Leute. Im nobleren Großbasel befindet sich die Altstadt und damit das eigentliche Zentrum. Hier stehen das Rathaus sowie das Münster.
Die Innenstadt ist durch eine große Fußgängerzone großteils vom Autoverkehr und -lärm befreit. Basel verfügt über großartige Museen und ein breites Theater- sowie Konzertangebot. Auch das Wetter meint es meist gut mit den Einwohnern und Besuchern, denn die Stadt hat dank der Lage im Rheintal ein äußerst mildes und sonniges Klima.
1957 zweitausend Jahre alt geworden
Basels Siedlungsgeschichte reicht bis ins fünfte Jahrhundert vor Christi Geburt zurück, als sich Kelten am Rheinknie niederließen. Der Ortsname Basilia wurde 374 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1225 erfolgte der Bau der ersten Rheinbrücke. 1348 starb fast die Hälfte der Bevölkerung an der Pest. Nur acht Jahre später ereignete sich das Basler Erdbeben, das bis heute schwerste Beben Mitteleuropas. Der anschließende Großbrand legte die Stadt in Schutt und Asche. Seine zweitausendjährige Stadtgeschichte feierte Basel 1957.
(apa/red)
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