Austragungsstätte der Fußball-EM 2008: Die Bundeshauptstadt und der UNO-Sitz Wien
- Starke Wirtschaft durch geografisch günstige Lage
- Spezieller Flair aufgrund verschiedenster Kulturen

Wien, eines der ältesten Siedlungsgebiete Mitteleuropas, entwickelte sich über zwei Jahrtausende hinweg zu einem Ort an dem Tradition und Moderne, Kultur und Business, Gemütlichkeit und Weltpolitik zu einer einzigartigen Mischung fusionieren. Heute ist die Stadt, in der die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. ihr Legionslager "Vindobona" aufbauten, Sitz von Nationalrat, Regierung, Bundespräsident, der wichtigsten Behörden, der obersten Gerichte, sowie zahlreicher internationaler Unternehmen und Organisationen. Die UNO hat in Wien einen ihrer vier Hauptsitze neben New York, Genf und Nairobi.
Rund 1,670.000 Wiener, davon ca. 309.000 Ausländer, leben hier und erwirtschaften gemeinsam mit 40.300 Euro pro Kopf das höchste Bruttoinlandsprodukt Österreichs (Landesschnitt 28.800 Euro). Die Wirtschaftsleistung der Region macht über 27 Prozent des staatlichen Gesamtwerts aus.
Nähe zu neuen EU-Ländern
Ein Grund für die starke Wirtschaft ist seit je die geografisch günstige Lage. Hier schneiden sich der West-Ost-Verkehrsweg der Donau und die historische nord-südliche "Bernsteinstraße". Seit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" ergibt die Nähe zu den Wachstumsmärkten in Mittel- und Osteuropa und die historische Verbindung einmal mehr einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil. Österreich gilt als drittgrößter Investor in den neuen EU-Ländern.
Die Stadt ist in 23 Bezirke unterteilt, die sich um "den Ersten", das historische Stadtzentrum und UNESCO-Weltkulturerbe, gruppieren. Genau so charakteristisch wie die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, lebendigen Plätzen und mondänen Häuserfassaden ist für Wien die Natur. Immerhin ist knapp die Hälfte der Gesamtfläche von 414,9 Quadratkilometern Grünraum. Die Stadt ist selbst agrarisch aktiv und bewirtschaftet 35 Hektar Weingärten. Der westlich gelegene Wienerwald dient nicht nur als beliebtes Ausflugsziel, sondern ist auch ausschlaggebend für die gute Luftqualität der Stadt.
Kein gemeinsamer Nenner für Wien
Im Volksmund schreibt man dem "echten Wiener" ja so allerlei Eigenschaften zu: grantig und ruppig genauso wie galant und charmant, wenn's drauf ankommt. De facto wird der Wiener Bevölkerung aber kein gemeinsamer Nenner wirklich gerecht. Das spezielle Flair der Stadt ergibt sich vielmehr durch die Zugezogenen aus anderen Staaten oder aus den Bundesländern, sowie durch die historisch gewachsene "Mischkulanz" von Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen.
Politisch hat im sogenannten "Roten Wien" schon fast traditionell die SPÖ das Sagen, sie regiert im Rathaus mit einer bequemen absoluten Mandatsmehrheit. ÖVP, Grüne und FPÖ befinden sich in Opposition. Der Wiener Bürgermeister bzw. Landeshauptmann heißt seit 1994 Michael Häupl. Er ist auch Parteichef der Wiener SPÖ.
(apa/red)
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