Austragungsstätte der Fußball-EM 2008: Westösterreichs Mittelpunkt Innsbruck
- Mit 118.000 Einwohnern fünftgrößte Stadt Österreichs
- Das Goldene Dachl als Wahrzeichen der Metropole

Innsbruck ist die Hauptstadt des Bundeslandes Tirol und mit seinen rund 118.000 Einwohnern nach der Bundeshauptstadt Wien, Graz, Linz und Salzburg die fünftgrößte Stadt Österreichs. Im Ballungsraum Innsbruck leben circa 165.000 Menschen.
Die Stadt im Herzen der Alpen liegt 575 Meter über dem Meeresspiegel im sogenannten breiten Inntal, an der Einmündung der Sill. Sie ist eingegrenzt von der Nordkette des Karwendelgebirges im Norden und den Vorbergen der alpinen Zentralkette (Patscherkofel) im Süden.
Innsbruck gliedert sich in neun Kastralgemeinden, die aus ehemals selbstständigen Gemeinden oder Gemeindeteilen gebildet wurden. Sie haben jedoch keine eigenständige Verwaltung. Der Name Innsbruck (um 1167 als "Inspruk" erstmals genannt) kommt von der Brücke über den Inn, welche Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals erbaut und in der Folge bis heute zum heraldischen Symbol im Siegel und Wappen Innsbrucks wurde.
Besiedelung ab der Steinzeit
Ausgrabungen und Funde geben Zeugnis von der Besiedelung des Innsbrucker Raumes ab der Steinzeit. Wo die Straße vom Brennergebiet das Inntal erreichte und sich teilte, war etwa von den Römern um circa 15 v. Chr. das befestigte Kastell Veldidena (heute der Innsbrucker Stadtteil Wilten) errichtet worden.
Das Wahrzeichen der Stadt ist das Goldene Dachl, ein mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln bedeckter Prunkerker. Das Wahrzeichen wurde als Auftragswerk unter Kaiser Maximilian I. vom damaligen Hofarchitekten Niclas Türing um 1500 errichtet und ist in seiner Art einzigartig in Europa.
Innsbruck ist Wirtschafts-, Verwaltungs- und kultureller Mittelpunkt Westösterreichs sowie Fremdenverkehrszentrum mit über zwei Millionen Touristen jährlich. Weiters kann sich die Tiroler Hauptstadt die Attribute Kongress-, Residenz- und Universitätsstadt an die Fahnen heften. Im Westen der Stadt liegt der internationale Flughafen Kranebitten. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf hat ihren Sitz in Innsbruck.
Absolute für ÖVP
Bei der bisher letzten Landtagswahl im Jahr 2003 erreichte die VP unter Landeshauptmann Herwig van Staa mit 49,89 Prozent der Stimmen die absolute Mandatsmehrheit. Die SP kam auf 25,85 Prozent. Die Grünen erzielten 15,59 Prozent. Die FP erhielt 7,97 Prozent. Obwohl die VP mit 20 der 36 Mandate die absolute Mehrheit stellt, regiert sie mit der SP in einer Großen Koalition. Die nächste Landtagswahl ist für Herbst 2008 geplant.
In Innsbruck wurde der Gemeinderat zuletzt 2006 neu gewählt. Die VP-Splittergruppe "Für Innsbruck" unter Bürgermeisterin Hilde Zach verzeichnete 26,85 Prozent und behielt damit die relative Mehrheit im Gemeinderat. Zach regiert in einer Koalition mit mehreren Fraktionen.
(apa/red)
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