WM-Gastgeber Hochburg der Kriminalität?
In Südafrika finden täglich 50 Morde statt
- Die Zahl der Banküberfälle stieg um 118 Prozent
- Außenministerium weist auf dortige Gefährdung hin
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Zu Mord an Österreicher:
"Kriminalität ist überall"
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Südafrika: Auf Golfplatz von Unbekannten getötet
Im kommenden WM-Gastland Südafrika nimmt die Gewalt weiter zu. Die im Juli dieses Jahres in Pretoria präsentierte Kriminalstatistik für das Finanzjahr 2006/2007 (31. März) verzeichnete eine Zunahme von Morden, schwerem Raub, Überfällen auf Restaurants und Geschäfte sowie Geldtransporte, berichtete die dpa damals. Das Wiener Außenministerium sieht Reisende vor allem in südafrikanischen Großstädten gefährdet.
Die Zahl der Banküberfälle stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um beachtliche 118 Prozent, die der auf Restaurants und andere Geschäfte um 52,5 Prozent. Statistisch werden jeden Tag im Kap-Staat im Schnitt 50 Menschen ermordet. Bei den Vergewaltigungen wies die Statistik eine Abnahme um 5,2 Prozent aus. Dennoch wird statistisch weiterhin knapp 150 Frauen pro Tag Gewalt angetan. Die Dunkelziffer gilt als höher.
Keinen Widerstand leisten
Das Wiener Außenministerium weist in seinen Reiseinformationen auf eine allgemein erhöhte Sicherheitsgefährdung hin. Besonders in den Großstädten Johannesburg, Durban, Kapstadt und Pretoria habe die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden, deutlich zugenommen. Touristen wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, von Spaziergängen in den Innenstädten, insbesondere allein, nach Einbruch der Dunkelheit und an Wochenenden abzusehen. Bei einem Überfall sollte Widerstand vermieden werden, da sich die Täter "in der Regel durch hohe Gewaltbereitschaft auszeichnen". Das Führen und die Verwendung von Schusswaffen durch Kriminelle sei stark angestiegen.
Südafrika ist 2010 Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft. Die zuletzt auch von der Afrikanischen Union kritisierte hohe Gewaltrate gilt als eines der gravierendsten Probleme des Kap-Staats bei der Ausrichtung der WM.
(apa/red)
