Platz drei für Buder im 1. Abfahrtstraining: Eidgenosse Cuche mit Bestzeit in Lake Louis
- Streitberger auf Platz sechs und Maier auf Platz neun
- Buder wird seinen "Vorschuss-Lorbeeren" gerecht

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Andreas Buder ist dem Vorschuss-Lorbeeren gerecht geworden und hat im ersten Training für die erste Saison-Weltcupabfahrt am Samstag in Lake Louise Platz drei belegt. Die Bestzeit ging bei Prachtwetter mit 1:43,24 Minuten an den Schweizer Didier Cuche, der sich im Privatduell mit dem Leichtensteiner Vorjahres-Sieger und Trainingskollegen Marco Büchel auf der verkürzten Strecke um 8 Hundertstel durchsetzte.
Von den ÖSV-Läufern gaben auch noch Georg Streitberger als Sechster (+0,59) sowie Hermann Maier als Neunter (+0,74) schon im ersten Training Gas. Favoriten wie Weltcup-Gesamtsieger Aksel Svindal (18.) und Bode Miller (20.) hielten sich hingegen noch etwas zurück.
88 Läufer am Start
Ein Rekordfeld von gleich 88 Läufern nahm das erste von zwei Trainings bei Sonnenschein und blauem Himmel sowie nahezu perfekten Pistenbedingungen in Angriff. Wegen des wenigen Schnees gibt es viele Geländewellen und eine relativ direkte Kurssetzung, was die laut Michael Walchhofer leichteste Weltcup-Abfahrt im Circuit doch zu einer besonderen Herausforderung macht.
Walchhofer "bescheiden"
"Es ist hier sehr schwer, wirklich schnell zu sein. Das ist dem Walchhofer sein Gelände, ihm können höchstens ein, zwei Leute hier das Wasser reichen", sagte etwa Hans Grugger (+1,95). Walchhofer selbst wurde nach oberer Bestzeit trotz einiger Fehler Elfter (+0,82) und relativierte. "Ich bin mehrere Passagen nicht gut gefahren. Ich bleibe dabei, mit einem Top-5-Platz wäre ich am Samstag zufrieden."
Maier freut sich
Maier freute sich mit Cuche und Büchel. "Ermutigend, dass meine Material-Kollegen so weit vorne sind", freute sich der Salzburger, der seit heuer ebenfalls Head fährt. Er selbst müsse nun schleunigst trachten, schnell aufzuholen, sagte Maier. Büchel nahm Platz zwei hinter Cuche, der im Sommer sogar verstärkt Slalom trainiert hat und auf die große Kugel losgehen will, zufrieden zur Kenntnis. "Ich hoffe, wir erleben am Samstag wieder einen strahlenden Liechtensteiner", ulkte der Routinier und lobte die Veranstalter: "Es ist geradezu grandios, hier zu fahren."
Buder ist "happ"
Happy war auch Buder, der nach seinem Trainingsleistungen im Sommer und zuletzt in Sun Peaks speziell von Walchhofer gelobt worden war. "Ich bin froh, meine Trainingsleistungen bestätigt zu haben. Ich habe aber natürlich auch gleich ziemlich Gas gegeben", sagte der Niederösterreicher, der schon im Vorjahr hier einmal Bestzeit erzielt hatte.
Der Göstlinger ist zwar selbst bereits 28 Jahre alt, aber bereit, irgendwann zusammen mit Mario Scheiber, Grugger und Klaus Kröll in die Fußstapfen von Walchhofer und Co. zu treten. Dazu muss er aber endlich verletzungsfrei bleiben. "Irgendwann werden wir Jüngeren aber das Ruder übernehmen müssen", so Buder.
(apa/red)
