Euphorie der ÖSV- Herren eingebremst:
1. Training in Lake Louise abgesagt worden
- Rennstrecke wird wie vor zwei Jahren verkürzt
- Erstes Erfolgerlebnis für Abfahrt-Asse sehr wichtig

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Mit maximal zwei statt drei Trainings wird die erste Weltcup-Saisonabfahrt der Herren am Samstag in Lake Louise in Szene gehen. Das geplant gewesene, erste Training kann nicht stattfinden, weil die kanadischen Veranstalter wegen Schneemangels die Piste nicht rechtzeitig fertig bekommen. Fix ist auch, dass wie vor zwei Jahren auf verkürzter Strecke gefahren wird.
Damit gehen die Abfahrts-Asse etwas schaumgebremst an ihre erste Saisonaufgabe heran. Denn los geht es in Lake Louise nun auf einem langsamen Gleitstück, auf dem starke Arme und schnelle Ski besonders gefordert sind. "Aber wir haben gute Erinnerungen an vor zwei Jahren, immerhin hat damals Fritz Strobl gewonnen", sah Herrenchef Toni Giger der neuen Situation gelassen entgegen.
Dabei wäre gerade für Österreichs Herren, die erstmals seit rund zehn Jahren nach zwei Rennen noch ohne Podestplatz dastehen, ein erstes Erfolgserlebnis besonders wichtig. "Natürlich wurmt uns das", gab Giger unumwunden zu. "In Sölden war uns klar, dass es schwierig war. Aber auf der Reiteralm beim Slalom hätte ich mir doch einen Podestplatz, wenn nicht gar einen Sieg erwartet", sagte der Salzburger.
Speziell für die ÖSV-Abfahrer wären Top-Platzierungen Balsam, denn in dieser einstigen Parade-Disziplin sind die ÖSV-Herren am längsten (Michael Walchhhofer/Bormio 2006) sieglos. Beim Vorbereitungs- Training im kanadischen Sun Peaks lief jedenfalls alles perfekt. "Die Burschen haben dort ein gutes Gefühl für die langen Latten bekommen. Wir sind gut gerüstet für Lake Louise und wenn sich unsere Leute gut einstellen, dann könnte es am Samstag endlich wieder klappen", gab sich Giger zuversichtlich. (apa/red)
