Oppositioneller in Russland angeschossen: Wurde auf offener Strasse niedergestreckt!
- Mehrere Schüsse: Politiker ist sehr schwer verletzt
- Wogen gehen hoch vor Parlamentswahlen am 2. Dez.
·Russland-Wahl ohne OSZE-Wahlbeobachter
"Mangelnde Kooperation" der russischen Behörden
Wenige Tage vor der russischen Parlamentswahl am 2. Dezember ist in der südrussischen Kaukasusrepublik Dagestan ein Kandidat der Oppositionspartei Jabloko niedergeschossen und schwer verletzt worden. Farid Babajew sei in der Nähe seines Hauses in Machatschkala mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden, teilten die Behörden und seine Partei mit.
Die Tat stehe wahrscheinlich im Zusammenhang mit seinem Einsatz für die Menschenrechte und mit den "Bedingungen, in denen der Wahlkampf in der Republik und im Land allgemein abläuft", hieß es in einer Erklärung der Partei. Russische Menschenrechtsaktivisten teilten mit, Babajew sei operiert worden und noch nicht aus dem Koma erwacht.
Kampagne der Einschüchterung
Babajews Partei wies darauf hin, dass der Politiker unablässig auf das Verschwinden von Zivilisten in der Region sowie auf Machtmissbrauch der Behörden aufmerksam gemacht habe. Jabloko-Chef Jawlinski hatte von einer "Kampagne der Einschüchterung und des Drucks" gegen seine Mitstreiter gesprochen. Der Präsident von Dagestan, Aliew, wies die Sicherheitskräfte an, dem Angriff auf Babajew "besondere Aufmerksamkeit zu widmen". (apa/red)
