Burma-Gesandter Gambari voller Hoffnung:
"Demokratisierung" als realistisches Ziel
- Burma will mit Vereinten Nationen zusammenarbeiten
- Bereits zwei Gespräche zwischen Gambari und Junta

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Pinheiro verfasst Bericht über Menschenrechtslage
Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Paulo Sergio Pinheiro hat seine fünftägige Erkundungsreise in Burma beendet. In Bangkok teilte er mit, dass er nun genauere Informationen über die Zahl der Menschen habe, die bei der gewaltsamen Niederschlagung der Demonstrationen im September getötet wurden. Er werde in etwa zwei Wochen den Vereinten Nationen (UNO) über die Ergebnisse seiner Reise berichten.
Der UNO-Gesandte Ibrahim Gambari hofft bis Ende des Jahres auf weitere Fortschritte bei der Demokratisierung in Burma. "Wir können es dieses Mal schaffen", sagte er am Rande des Gipfeltreffens der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) in Singapur. "Es wird klappen. Burma will mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten."
"Große Enttäuschung"
Gambari hatte zuvor "große Enttäuschung" geäußert, dass Burma sein geplantes Treffen mit den in Singapur versammelten Staats- und Regierungschefs aus ganz Süd- und Ostasien verhindert hatte. Burma hatte in letzter Minute Einspruch gegen die schon ausgesprochene Einladung an Gambari erhoben. Weil in der ASEAN-Gruppe das Prinzip der Nichteinmischung gilt und Entscheidungen nur im Konsens getroffen werden, hatten sich die anderen gebeugt.
Gambari war nach dem brutalen Militäreinsatz gegen Demonstranten in Burma Ende September zweimal zu Gesprächen mit der Militärjunta und der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in dem Land. Die Junta hat einen Dialog in Aussicht gestellt, doch steht Suu Kyi nach wie vor unter Hausarrest. Sie hat seit einem nicht anerkannten Wahlsieg 1990 zwölf Jahre in Isolation verbracht. Gambari will noch in diesem Jahr erneut nach Burma reisen.
(apa/red)
