Polen überdenkt Pläne zur Raketenabwehr:
Regierung könnte US-Projekt erschweren
- Premier will "mehr auf polnische Belange" achten
- Stationierung von zehn Abfangraketen jetzt ungewiss
·Kein Budget für US-
Raketenabwehrschild
Kongress: Bis Ende 2008 kein Geld vorgesehen
·EU und Russland trotz
Gipfels spinnefeind
Gespräche in Portugal brachten keine Erfolge

Der neue polnische Verteidigungsminister Bogdan Klich möchte die Pläne der USA für den Aufbau einer Raketenabwehr in Europa noch einmal überprüfen. Dabei solle es auch um die Frage gehen, ob die Stationierung eines Teil dieser Anlage in Polen überhaupt im Interesse des Landes sei, sagte Klich in einem veröffentlichten Zeitungsinterview. Die neue Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk hat angekündigt, in den Beziehungen zu den USA mehr auf die Belange Polens zu achten.
Unter dem früheren Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski hatte Polen Verhandlungen mit den USA über die Stationierung von zehn Abfangraketen aufgenommen. Die Radaranlage soll in Tschechien aufgebaut werden. Klich erklärte im Interview mit der Zeitung "Dziennik", Polen müsse Vor- und Nachteile des Projekts abwägen. Sollte das Ergebnis negativ ausfallen, dann müssten die notwendigen Schlüsse gezogen werden. (apa/red)
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