EU-Kommissions-Präsident Barroso gibt zu:
Vor Irak-Krieg auf US-Infos hereingefallen
- Inhalt: Der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen
- Nimmt trotzdem US-Präsident George Bush in Schutz

·Ereignisse im Irak seit der US-Invasion
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·US-Soldaten vom Krieg traumatisiert
Deutlich höhere Suizid- rate unter den Veteranen
EU-Kommissions-Präsident Barroso hat eingeräumt, dass er im Irak-Konflikt auf falsche Informationen hereingefallen ist. Er war 2003 als Premier Portugals bei einem Gipfel auf den Azoren, bei dem US-Präsident Bush dem Irak ein letztes Ultimatum gestellt hatte. "Ich habe Unterlagen gesehen, in denen stand, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügte", sagte er laut Medienangaben.
"Der Inhalt der Dokumente entsprach nicht der Wahrheit", stellte Barroso demnach nun fest. An dem Azoren-Gipfel hatten neben Bush die damaligen Regierungschefs von Großbritannien und Spanien, Blair und Aznar, teilgenommen. "Wir haben den Gipfel auf den Azoren abgehalten, weil unsere Verbündeten und Freunde uns darum gebeten hatten", sagte Barroso der portugiesischen Zeitung "Diário de Notícias". Portugal sei nie für einen Krieg im Irak gewesen.
Der EU-Kommissionspräsident nahm allerdings den US-Präsidenten in Schutz: "Heute ist es leicht, Bush die Schuld zu geben. Aber man darf nicht vergessen, dass die Entscheidung zu einem Angriff auf den Irak in den USA fast einstimmig getroffen wurde, und zwar von den Republikanern wie auch von den Demokraten." Auch der frühere US- Präsident Clinton von den Demokraten habe ihm in einem Gespräch nach dem Azoren-Gipfel versichert, dass er von der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak "völlig überzeugt" sei, erinnerte sich Barroso.
(apa/red)
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