Opfer von Gewalt sind fast immer weiblich:
Aktive Einbindung von Frauen soll helfen
- Heute Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
- Jede 4. Frau wird im Laufe ihres Lebens zum Opfer

·24-Stunden Frauen- notruf der Stadt Wien
Sofortige und anonyme Hilfe für Frauen in Not
·Schutz für Frauen
vor häuslicher Gewalt
UNO kritisiert Österreich - Besserung versprochen
Zum Anlass des heutigen Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen macht Außenministerin Ursula Plassnik auf das weit verbreitete Problem aufmerksam. "Opfer von Gewaltakten sind nach wie vor fast immer weiblich", betonte Plassnik. "Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Ländern und Kulturen sowie in allen sozialen Schichten. Nach Angaben des Europarates erleidet jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt", so die Außenministerin in einer Aussendung.
"Wir müssen Frauen weltweit ermutigen, Gewalt gegen sie nicht still hinzunehmen, sondern mit starker Stimme darauf aufmerksam zu machen. Gleichzeitig müssen wir für den Schutz dieser Frauen sorgen." Besonders der Schutz von Frauen, die sich für Menschenrechte anderer einsetzen, liegt Plassnik nach eigenen Angaben am Herzen.
Schutz und aktive Einbindung von Frauen
Plassnik wies außerdem darauf hin, dass Frauen in bewaffneten Konflikten besonders betroffen sind. "Es liegt meist an ihnen, das Überleben ihrer Familien sicherzustellen, gleichzeitig leben sie in ständiger Angst vor sexueller Gewalt." In dieser Frage komme der UNO-Sicherheitsratsresolution 1325 besondere Bedeutung zu, die erstmals sowohl den Schutz als auch die aktive Einbindung von Frauen in Konflikt- und Post-Konfliktsituationen fordere.
Prävention von sexueller Gewalt
Als österreichisches Engagement in dieser Frage hob Plassnik die Entsendung von Bundesheer-Soldaten im Tschad hervor. Im Vordergrund des Einsatzes stehe die Prävention von sexueller Gewalt und Ausbeutung von Frauen und Mädchen. Österreich unterstütze außerdem den UNO-Fonds zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Österreich werde auch auf die Berichte über systematische und besonders grausame Formen von Vergewaltigungen in der Demokratischen Republik Kongo reagieren: "Wir werden Kampagnen gegen sexuelle Gewalt und Hilfsprogramme für die Opfer im Osten des Landes unterstützen. Österreich kann hier nicht untätig bleiben."
Todestag der Aktivistinnen
Der Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen geht auf den Tod von drei Frauen in der Dominikanischen Republik zurück. Die drei Schwestern wurden vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und am 25. November 1960 ermordet. Sie hatten sich an Aktionen gegen das Regime von Diktator Rafael Leónidas Trujillo beteiligt. Im Dezember 1999 erklärten die Vereinten Nationen den Todestag der Aktivistinnen zum weltweiten Tag gegen Gewalt an Frauen.
(apa/red)
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