Süße "Muh-Kuh" im Schönbrunner Zoo:
Freude über seltenes "Sprinzenkalb-Baby"
- Tier-Nachwuchs "Pankratius" ist "quietschlebendig"
- "Wiener Kuh": Rinderrasse bereits fast ausgestorben

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Der Tiergarten Schönbrunn ist weiterhin mit Nachwuchs gesegnet: Nun wurde im Tirolerhof das Sprinzenkalb "Pankratius", geboren. Für Mutter Martie war es eine "normal leichte Geburt", sagte Revierleiter Sepp Göls zur APA, der Kleine sei "quietschlebendig". Weil die schwarz-weiße Fellzeichnung des Stierkalbs einem Pandabär so ähnlich sei, bekam Pankratius von Göls den chinesischen Zweitnamen "Xiao Niu", übersetzt "kleines Rind".
Der neue Nachwuchs in Schönbrunn sei ein "richtiger Europäer", sagte Göls. Mutter Martie ist aus Südtirol, Vater Picasso aus Österreich. Letzterer hatte mit dem Zeugungsvorgang aber nicht viel zu tun, die Kuh wurde künstlich befruchtet. Das ist eine ganz gängige Praxis, fügte der Revierleiter hinzu, in Schönbrunn gebe es viel zu viele verschiedene Rinderrassen, um für jede einzelne einen Stier zu halten.
Der kleine Pankratius gehört zu den beinahe ausgestorbenen "Pustertaler Sprinzen", die in der Kaiserzeit als die beste österreichische Rinderrasse galten. Sie produzieren viel Milch und wurden deshalb aus Südtirol an die großen Wiener Melkbetriebe verkauft - was ihnen den Namen "Wiener Kuh" einbrachte. Eine sogenannte Wiener Kuh war dreimal so viel wert wie jedes andere Rind. Vor 100 Jahren gab es noch etwa 60.000 Stück. Weil die Zucht vernachlässigt wurde und die Behörden andere Rassen förderten, waren 1984 nur mehr 77 Vertreter dieser Art vorhanden. Heute gibt es in Südtirol wieder 50 Betriebe, die etwa 330 Pustertaler Sprinzen halten.
(apa/red)
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