Verteidigungsministerium spricht sich klar für Tschad-Einsatz aus: Die Lage sei "stabil"
- Generalmajor Segur-Cabanac unterstützt Darabos
- Kein Einsatz in gefährlicher Region rund um Dafur

·Soldaten "brennen" nicht auf neue Mission
Falsch informiert über den Einsatz im Tschad?
·Fischer unterstützt Einsatz im Tschad
Präsident: Auch Kampf- handlungen sind möglich
·'Eine Teilnahme wäre
Schritt nach vorne'
Swoboda für Beteiligung an UNO-Tschad-Mission
Im Verteidigungsministerium ist der österreichische Tschad-Einsatz verteidigt worden. So war ein militärischer Bericht bekannt geworden, in dem die Sicherheitslage im Tschad als "nicht ruhig und nicht stabil" eingestuft und "die Bedrohung für die Eigenen" als "hoch" bezeichnet wird. Generalmajor Christian Segur-Cabanac spricht nun von einem "Worst Case Szenario".
Er betont, dass ein Einsatz der EU-Truppe in jenem "Brennpunkt" des Tschad an der Grenze zu Darfur nicht vorgesehen sei. Verteidigungsminister Darabos hatte die Sicherheitslage im Tschad stets als "stabil" bezeichnet und blieb weiterhin bei dieser Darstellung. Er verwies darauf, dass Heeres-Nachrichtenamt und EU den Einsatz auf einer Skala von 1 bis 5 mit 3 eingestuft hätten. Damit liege die Tschad-Mission zwischen Afghanistan (4 bis 5) und dem Kosovo (2).
Lage im Tschad sei "mittel bis stabil"
Segur-Cabanac stellt sich nun hinter seinen Ressortchef. "Die Aussagen von Verteidigungsminister Norbert Darabos beruhen auf der Beurteilung des Generalstabes über die generelle Sicherheitslage im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik", betonte der Leiter des Führungsstabes im Verteidigungsministerium. Diese werde "als mittel und daher stabil" eingestuft. Die detaillierte Beurteilung des Generalstabes habe aber auch die gefährlichere Grenzregion zum Sudan und die unmittelbare Umgebung der Bürgerkriegsprovinz Dafur eingeschlossen.
Gleichzeitig versicherte Segur-Cabanac, dass das Mandat des EU- Einsatzes den Einsatz der EUFOR-Truppe in diesem "Brennpunkt" ausdrücklich ausschließe. Der "unmittelbare Grenzbereich" werde dagegen von tschadischen Kräften gesichert. Österreich beteiligt sich an der EU-Friedensmission im Tschad mit 160 Soldaten. Hauptaufgabe der rund 3.500 EU-Soldaten ist es, rund um die Flüchtlingscamps im Osten des Tschad für Schutz und Hilfe zu sorgen. (APA/red)
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