Pensionsantrittsalter von Frauen zu früh?
Schüssel denkt laut über Alternativen nach
- Hohe Lebenserwartung erfordere gewisses Umdenken
- Teilpension oder "Korridorpension" wären vorstellbar

·Schüssel zieht die schwarzen Strippen
NEWS: Wie er im Kampf gegen Rot Regie führt
·IHRE MEINUNG zur anstehenden Wahl!
Wen werden Sie am 28. September 2008 wählen?
·Schüssel ortet kein
frühes Koalitionsende
Positive Leistungen von Reizthemen zugedeckt
·Schüssel einsamer Obmann-Rekordhalter
Mit 12 Jahren vor Mock längstdienender VP-Chef
·Neue Perspektiven für Zukunft der ÖVP
64-Seiten-Papier enthält großes Konfliktpotenzial
ÖVP-Klubobmann Schüssel bedauert das gesetzlich festgelegte Pensionsantrittsalter von 60 Jahren für Fauen. Was Anfang der 90er Jahre als Schutz für Frauen gegolten habe, sei heute nur bedingt so zu sehen. Oft würden Frauen, die länger arbeiten wollten, wegen des gesetzlichen Pensionalters frühzeitig verabschiedet, so Schüssel in einer österreichischen Tageszeitung. "Da wird vielen Frauen nichts Gutes getan".
Bei einer Lebenserwartung von aktuell 82 Jahren werde sich jede Frau gut überlegen, ob sie tatsächlich zum frühest möglichen Zeitpunkt mit 55 Jahren in Pension gehe. Danach sei es wohl "nicht immer einfach, für durchschnittlich 27 Jahre eine sinnvolle Aufgabe im Leben zu finden", meint Schüssel. Allerdings will der Ex-Kanzler nicht explizit eine Anhebung des Frauen-Pensionsalters in den Mund nehmen. Es sollte für Frauen möglich sein, sich mit dem früheren Pensionsalter über mehr Freiheit zu freuen, aber "auch das Andere sollte denkbar sein. Wir sollten von der Idee wegkommen, dass Arbeit ein Unglück ist, das man so schnell wie möglich hinter sich bringen sollte".
Schüssel will auch verstärkt über die Möglichkeit einer Teilpension nachdenken, bei der man gleichzeitig einer Teilzeitarbeit nachgehe. In Anlehnung an die skandinavischen Länder kann sich Schüssel vorstellen, dass es nicht nur Abschläge bei früherem Pensionsantritt, sondern auch höhere Zuschläge für Leute, die länger arbeiten, gibt.
Nach derzeitiger Verfassungslage wird das Pensionsantrittsalter der Frauen an das der Männer schrittweise ab 2019 angepasst, wobei erst 2033 die 65 Jahre erreicht werden. Die von Schüssel angesprochenen höheren Zuschläge für jene Personen, die länger arbeiten, gibt es derzeit bereits für Männer, die über das 65. Lebensjahr hinaus in Beschäftigung sind. Die "Korridorpension" sieht vor, dass Männer ab 62 bei höheren Abschlägen in Frühpension gehen können, aber bei längerem Arbeiten bis 68 Zuschläge erhalten. (apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
