"Visionäres System" des BZÖ zu Pensionen:
Will gesetzliches Antrittsalter abschaffen
- Westenthaler fordert breite Diskussion mit Experten
- Anspruch soll tagesaktuell abgefragt werden können

·Pensionen: Jedes Zehntel kostet Mio.
Pensionistenwunsch würde 100 Mio. bedeuten
·Molterer verspricht massive Entlastungen
Aber erst im Rahmen der Steuerreform für 2010
Ein nach eigenen Aussagen "visionäres System" hat sich das BZÖ bei den Pensionen ausgedacht. Klubobmann Westenthaler plädierte dafür, das gesetzliche Antrittsalter abzuschaffen. "Den Österreichern soll freigestellt werden, in welchem Alter sie in Pension gehen." Die Orangen wollen eine "breitflächige Diskussion" gemeinsam mit Experten und Vertretern der "jungen und mittleren Generation" lostreten.
Was dem BZÖ-Chef vorschwebt: Der Pensionsanspruch soll von jedem Arbeitnehmer - wie beim Online-Banking - tagesaktuell abgefragt werden können. Dann kann ein Arbeitnehmer entscheiden, ob er gleich oder erst später die Pension antreten will. Weiters soll die private Pensionsvorsorge steuerlich begünstigt werden. Wie genau, obliege dem Finanzminister. "Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt", so Westenthaler.
"Wir gehen völlig neuen Weg"
Natürlich solle der Staat auch weiterhin Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihrer Arbeit nicht nachgehen können, durch Ausgleichszahlungen unterstützen, so Westenthaler. Eine weitere Bedingung im orangen Pensionssystem: "Die Lohnnebenkosten müssen dramatisch gesenkt werden."
Einen internationalen Vergleich kann man nicht anstellen, laut Westenthaler gebe es nur in den skandinavischen Ländern Teilsysteme. "Wir gehen da einen völlig neuen Weg." Und: "Das Pensionsalter und die Pensionshöhe wird zur Sache der Freiheit des Einzelnen."
(apa/red)
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