Donnerstag, 15. November 2007

Aus für Digitalkameras aus dem Hause HP:
Suche nach Verkaufsinteressenten für Marke

  • Foto-Marktanteil rückgängig, Geschäft bald unrentabel
  • Rückbesinnung auf das Kerngeschäft Druckvorgänge

"Neustrukturierungen" will die Firma HP in seinem Digitalkamerageschäft vornehmen, Rückzug aus dem Fotohandel heißt das im Klartext. Der Hardwareriese verlor dem Branchenmagazin c't zufolge immer mehr Marktanteile im Kameraverkauf und will sich daher wieder mehr auf sein Kernsegment Drucker konzentrieren.

HP steigt aus dem Geschäft mit Digitalkameras aus. Man sucht nach einem geeigneten OEM-Partner, teilte das Unternehmen mit, der das gesamte Kamerageschäft in Lizenz übernehmen solle. Künftig will man sich stärker der Ende Mai 2007 gestarteten Print 2.0-Initiative widmen.

HP soll als Marke weiter bestehen
HP betreibt derzeit aktive Partnersuche. Einem neuen OWM-Hersteller will man im Frühjahr 2008 Entwicklung, Bezug und Vertrieb übergeben, die Marke HP solle aber weiter auf den Kameras stehen.

Während der Druckermarkt stets das Herzstück des Technologieriesen war, gelang es nie, unter den Digitalkamera-Konkurrenten wirklich hervorzustechen. 2006 fiel die Marke in dieser Sparte aus den Hersteller-Top 9, die sich untereinander satte 87 Prozent des Gesamtmarktes von rund 106 Millionen Stück aufteilen.

Markt gesättigt, Rückzug aus Segment
Digitalkameras haben ihren Zenit mittlerweile überschritten. Bitkom, der deutsche Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, erwartet rückläufige Verkaufszahlen für digitale Fotoapparate. 2006 waren es noch 7,1 Millionen Stück, in diesem Jahr rechnet man mit 6,7 Millionen Apparaten, die über die Ladentische wandern. Schlechter schaut es noch für die Umsätze aus: Man vermutet einem Rückgang um zehn Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. (red)

15.11.2007 10:20