Dienstag, 13. November 2007

Leise rieselt der Spam: Derzeit 95% der Nachrichten im Posteingang unerwünscht

  • In der Vorweihnachtszeit haben Spams Hochsaison
  • Trend geht wieder zurück zu reinem Textspam

Momentan sind 95 Prozent der versendeten E-Mails lästiger Spam. Pharma-Produkte sind Spam-Thema Nummer 1: Fast ein Drittel der unerwünschten digitalen Post rührt die Werbetrommel für Viagra & Co.

Spam ist jedoch nicht nur lästig, sondern verlinkt auch auf Webseiten, die zur Einschleusung von Schadcodes genutzt werden. Deren Anteil liegt derzeit bei gut acht Prozent. Doch die Infektionen durch Webseiten werden mehr: 50 Prozent der weltweiten Malware-Infektionen werden von sogenannten Drive-by-Infektionen verursacht.

Bald vermehrt Phishing-Attacken
Vor Weihnachten befürchten IT-Experten einen Anstieg der Spamattacken: "Wir rechnen mit einer Zunahme von Phishing-Attacken", sagt Ralf Benzmüller, Leiter der G DATA, "Die Weihnachtszeit wird Onlinekriminellen reiche Beute bescheren", glaubt Benzmüller.

Lukrativer Job als Spammer
Der Versand von 20 Mio. Spam-E-Mails wird immerhin mit 350 Euro bezahlt. Die einfache Formel lautet: Je höher die Anzahl der versendeten Spam-E-Mails, desto großzügiger die Bezahlung der Auftraggeber.

Reiner Textspam liegt im Trend
Die häufigste Form von Spam ist reiner Textspam. Spam-E-Mails mit pdf-Anhang, die im Frühjahr 2007 erstmals auftauchten, gehen dagegen zurück. Ebenso rückläufig ist Bilderspam. Der Anteil von pdf- und Bildspam liegt bei jeweils etwa fünf Prozent. Der jüngst aufgetauchte Fall von Spam in Form von mp3-Dateien war nach Einschätzung von Experten lediglich ein Versuch, der kaum den erhofften Erfolg mit sich brachte. "Der Trend geht wieder zurück zu reinem Textspam", so Thorsten Urbanski, Sprecher von G Data. (pte/red)

13.11.2007 13:31