Mittwoch, 14. November 2007

'Nicht mit mir, nicht mit uns': Molterer warnt SPÖ in der Schulpolitik vor zu viel 'Ideologie'

  • "Gesamtschule": Vizekanzler in NEWS über den Zwist
  • Thema Steuer: Molterer gegen vorgezogene Senkung

Das Gerangel in der Großen Koalition wegen der "Gesamtschule" geht weiter. In der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS warnt ÖVP-Chef Vizekanzler Wilhelm Molterer die Kanzlerpartei SPÖ: Die ÖVP beharre auf ihrem Prinzip, "Freiheit zu wählen," also im Schulbereich die Sicherung der Mitbestimmung zu gewährleisten.

Molterer: "Es wird die SPÖ mit uns nach wie vor ihre Schwierigkeiten haben, wenn sie diesen Weg umgekehrt gehen will: Die ÖVP ist kein Partner für eine quasi Re-Verstaatlichung als Ideologie. Keine Bevormundung der Bürger mehr. Nicht mit mir, nicht mit uns." Und abgesehen davon, lasse er sich von niemandem verbieten, Lehrern einen Brief zu schreiben: "Wo kämen wir denn da hin!" Überhaupt möge sich die SPÖ neben dem Bereich Schule auch in der Sozialpolitik an das vereinbarte Koalitionsabkommen und dessen Zielsetzungen halten.

Molterer erteilte im NEWS-Interview überdies allen Stimmen, wie etwa jener des ÖGB, wegen des derzeit sehr hohen Steueraufkommens eine Steuersenkung vorzuziehen, eine klare Absage: "Nein. Sie wird erst 2009 beschlossen und 2010, wie im Koalitionspakt festgelegt, umgesetzt."

Was den Bestand der Großen Koalition angeht, meint Molterer: "Es wird immer potentielle Klippen bei der koalitionären Zusammenarbeit geben. Die funktioniert sicherlich nur dann, wenn sich alle zum Regierungs-Grundkonsens bekennen und beispielsweise nicht gesagt wird: Öffnen wir frühzeitig alle finanziellen Schleusen, weil die Steuereinnahmen so sprudeln. Oder drehen wir die Pensionsreform zurück. Nein, dafür ist die ÖVP kein Partner."

Die gesamte Story lesen Sie im aktuellen NEWS 46/07!

14.11.2007 14:32