Europa schickt zwei Satelliten ins Weltall:
Ariane-Start glückte erst beim dritten Anlauf
- Satelliten für Breitband und NATO-Kommunikation
- Start wurde zweimal wegen Problemen verschoben

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Eine europäische Ariane-5-Trägerrakete ist am Mittwochabend erfolgreich ins All gestart und hat zwei Satelliten in ihre Umlaufbahn gebracht. Die Rakete hob um 23.06 Uhr MEZ vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika ab, teilte das Unternehmen Arianespace mit.
Eine halbe Stunde nach dem Start brachte die Rakete einen britischen und einen brasilianischen Telekommunikationssatelliten in die Umlaufbahn. Der Satellit Skynet 5B soll geschützte Daten für britische Truppen, die NATO und andere Länder übertragen, der zweite, Star One C1, ist für Multimedia- und Breitbanddienste in Südamerika bestimmt.
Mächtigste Rakete Europas
Es ist die fünfte Ariane-5-Mission in diesem Jahr. Am Freitag war der Start abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Techniker hätten ein Problem festgestellt, hieß es. Die 50,5 Meter hohe Ariane 5-ECA ist mit einer Tragkraft von zehn Tonnen die leistungsfähigste europäische Trägerrakete. Sie wird von der EADS-Tochter Astrium Space Transportation gebaut.
Satellit versorgt NATO-Truppen
Skynet 5B wurde ebenfalls von Astrium gefertigt. Der 4,64 Tonnen schwere Satellit soll 15 Jahre lang eine gesicherte Kommunikation der britischen Streitkräfte sowie anderer NATO-Truppen ermöglichen. Es ist der sechste Start eines Skynet-Satelliten durch Arianespace. Star One C1 wiegt 4,1 Tonnen und wurde von Thales Alenia Space gefertigt. (apa/red)
