T-Mobile will 131 Mitarbeiter kündigen: Personal bis Ende '08 noch weiter abgebaut
- Mitarbeiterstand sinkt von derzeit 1.650 auf 1.529
- Senkung des Personalstands um ein Fünftel geplant
Österreichs zweitgrößter Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria kündigt 131 Mitarbeiter. Die Betroffenen wurden beim Arbeitsmarktservice (AMS) im Rahmen des Frühwarnsystems zur Kündigung angemeldet. Dies bestätigten T-Mobile Austria-Chef Robert Chvatal und die Personalleiterin Sabine Goellreich bei einem Pressegespräch.
Mit dem aktuellen Personalabbau wird der Mitarbeiterstand von derzeit 1.650 auf 1.529 sinken, bis Ende 2008 geht Chvatal von einer weiteren Reduktion auf 1.400 Mitarbeiter aus. Diese Reduktion soll aber nicht über Kündigungen, sondern über den natürlichen Abgang wie Nichtnachbesetzung freiwerdender Posten erfolgen. Wie es nach 2008 weitergeht, ließ er offen.
Längerfristige Ziele
In Konzernkreisen war von einem längerfristigen Abbau eines Fünftels der Belegschaft, also von in Summe mehr als 300 Mitarbeitern die Rede. Bei seinem Amtsantritt im heurigen Frühjahr hatte Chvatal lediglich von einer Senkung des Personalstands auf 1.600 Mitarbeiter bis 2009 gesprochen.
Soziale Absicherung
Zur sozialen Absicherung der von Kündigung betroffenen Mitarbeiter werde der mit dem Betriebsrat bei der Übernahme von tele.ring vereinbarte Sozialplan in Kraft treten, erklärte die T-Mobile- Geschäftsführung. Dieser werde bis Ende 2008 verlängert. Neben einem Abfertigungsangebot, das eine freiwillige Zuzahlung vorsieht, werde auch eine Unterstützung bei der Suche eines neuen Arbeitsplatzes z.B. durch verlängerte Kündigungsfristen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an einer Arbeitsstiftung angeboten. Mit dem Betriebsrat hätte man Einigung erzielt. Es sei intensiv verhandelt worden, Protestmaßnahmen erwarte er nicht, sagte Chvatal.
Vor allem Zentralbereich betroffen
Von den Kündigungen werde vor allem der Zentralbereich des Unternehmens betroffen sein, im Gegenzug sollen der Kundenservice verstärkt werden. "Schlanke Zentrale, mehr Feuerkraft in kundennahen Bereichen," umschreibt T-Mobile-Chef Robert Chvatal das neue Zukunftsprogramm des Unternehmens, das gestern, Mittwoch, vom Aufsichtsrat abgesegnet wurde.
Künftig werde man sich auf noch mehr Kundenservice konzentrieren. Die Eröffnung neuer T-Mobile- und tele.ring-Shops, sowie die Lehrlingsausbildung in den Shops sei ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung des Unternehmens. Allein im 4. Quartal d.J. werden 6 neue Shops mit rund 22 Mitarbeitern eröffnet. Derzeit betreibt T-Mobile in Österreich 70 Shops. Dies sei aber noch nicht der Endstand. (APA/red)

