OMV übersteigt die eigenen Erwartungen: Dritt-Quartalsergebnisse besser als gedacht
- EBIT bereinigt stieg um 15 Prozent auf 625 Mio. Euro
- Generaldirektor Ruttensdorfer weiter auf "MOL-Kurs"

Die österreichische OMV, führender Öl- und Erdgaskonzern in Mitteleuropa, hat im 3. Quartal bessere Ergebnisse erzielt als von Analysten erwartet. Der Betriebserfolg (bereinigt) wuchs um 15 Prozent auf 625 Mio. Euro, und der Periodenüberschuss nach Minderheiten legte um 40 Prozent auf 517 Mio. Euro zu, wie die OMV bekannt gab. Starke Beiträge zu den Ergebnissen lieferten dabei Borealis und die türkische Petrol Ofisi ab. Während über erfreuliche Ergebnisse gejubelt werden darf, blickt OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer auch noch weiter in die Zukunft. In der "Causa MOL" bestätigte er weiterhin Durchhaltewillen.
Der berichtete Betriebserfolg (EBIT) wuchs um 23 Prozent auf 619 Mio. Euro, und der Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten erhöhte sich im Jahresabstand um 22 Prozent auf 489 Mio. Euro.
Das Ergebnis je Aktie legte dementsprechend im 3. Quartal um 40 Prozent auf 1,73 Euro zu (vor Sondereffekten um 22 Prozent auf 1,64 Euro). Die Aktie hatte gestern an der Wiener Börse um ein halbes Prozent auf 49,70 Euro zugelegt.
Von Jänner bis September erzielte die OMV ein EBIT von 1,693 Mrd. Euro (+2 Prozent), bereinigt unverändert 1,689 Mrd. Euro, sowie einen Periodenüberschuss nach Minderheiten von 1,261 Mrd. Euro (+16 Prozent) und ein Ergebnis je Aktie von 4,22 Euro.
Der Umsatz des OMV-Konzerns wuchs im Quartal um 6 Prozent auf 5,139 Mrd. Euro und im gesamten Neunmonats-Zeitraum um 4 Prozent auf 14,314 Mrd. Euro. Der Mitarbeiterstand verringerte sich im Jahresabstand von 44.319 auf 35.926 (davon 30.472 bei Petrom).
Noch immer auf "MOL-Kurs"
OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer bekräftigte bei der Vorlage der Neunmonatszahlen das Interesse am ungarischen Öl- und Gaskonzern MOL, an dem OMV bereits 20,2 Prozent hält. Zusätzlich zur OMV-Strategie für 2010 sehe man "durch eine Kombination der OMV und MOL eine Chance, mit hohen Synergien Wert für die Aktionäre beider Unternehmen zu schaffen". Die MOL-Aktionäre würden den OMV-Plänen überwiegend zustimmen.
"Der (OMV-) Vorstand wäre daher bereit, den Aktionären von MOL ein Angebot in Höhe von HUF 32.000 pro Aktie zu unterbreiten, nachdem verschiedene technische Hindernisse beseitigt sind, nämlich die 10%-Beschränkung der Stimmrechte in der Satzung der MOL und die faktische Kontrolle eines Aktienanteiles durch das MOL Management."
Mit dieser Absichtserklärung habe die OMV "die Karten auf den Tisch gelegt" und wolle die MOL-Aktionäre damit "in die Lage versetzen, selbst zu entscheiden", so Ruttenstorfer weiter: "Im Zuge zahlreicher Gespräche mit Aktionären der MOL haben wir zu unseren Plänen überwiegend Zustimmung erhalten."
(apa/red)

