Stranzl spielt gerne gegen britische Teams:
Bevorzugt Körperkontakt und lange Pässe
- Nicht völlig ausgeheilte Blessur des linken Knöchels
- "Umschalten auf Defensive funktioniert schon gut"

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Österreichs Fußball-Teamspieler Martin Stranzl trifft bereits zum dritten Mal auf England. Schon beim 2:2 im Jahr 2004 und beim 0:1 im Jahr darauf nahm der 27-Jährige, auf Clubebene seit März 2006 für Spartak Moskau im Einsatz, einen wichtigen Part in der Innenverteidigung ein. Trotz seiner noch nicht völlig ausgeheilten Blessur des linken Knöchels blickte er dem Spiel mit Zuversicht entgegen.
"Gegen britische Mannschaften haben wir immer gute Spiele abgeliefert", betonte Stranzl. "Der britische Stil liegt uns vielleicht, weil es viel Körperkontakt gibt und weil sie lange Pässe spielen." So oder so müsse "jeder Spieler vor einem ausverkauften Haus Spaß haben".
Österreichs bisher letztes Länderspiel vor rund einem Monat gegen die Elfenbeinküste hatte Stranzl, der damals an einer Fußverletzung laborierte, im fernen Moskau verfolgt - und war durchaus angetan: "Wir haben nervös begonnen. Dann sind wir aber teilweise überhart in die Zweikämpfe gegangen und haben sie damit aus dem Konzept gebracht."
Härte als Erfolgsrezept?
Ein Patentrezept auch gegen das Team aus dem Mutterland des Fußballs? "Damit kann man sicher auch die Engländer beeindrucken", meinte Stranzl und verwies auf Englands EM-Qualifikationsgegner Russland. "Die haben das auch so gemacht und damit Erfolg gehabt", erinnerte der Defensivspieler an den Auftritt der Sbornaja beim wichtigen 2:1-Heimerfolg über die Engländer Mitte Oktober.
Der rot-weiß-roten Abwehrabteilung attestierte er - im Zusammenspiel mit dem Mittelfeld - schon jetzt Sattelfestigkeit: "Das Umschalten auf die Defensive funktioniert schon recht gut." Der Hund liege quasi im Spiel nach vorne begraben. "Wir haben vor dem Elfenbeinküsten-Spiel zu wenige Torchancen herausgearbeitet. Daher müssen wir noch schneller auf die Offensive umschalten."
Keine Fadesse in der Abwehr
Dass die Mannschaft und nicht zuletzt Teamchef Josef Hickersberger vor dem erlösenden Sieg gegen die Afrikaner schwer im Kreuzfeuer der Kritik gestanden war, hat ihn ebenso wenig überrascht wie gekümmert. "Bei der EM wird es noch viel ärger werden." Vielmehr schmerzt Stranzl, dass Wayne Rooney gegen Österreich verletzungsbedingt passen muss. "Ich hätte mich wirklich auf ihn gefreut." Fad wird dem Abwehrchef aber wohl auch ohne den bulligen Stürmer nicht werden. Stranzl: "Crouch und Owen passen sehr gut zusammen."
Wenn der Burgenländer einen Blick über die kommende Woche hinaus und damit zur EURO wagt, festigt sich sein Blick. "Wir wollen Europameister werden", sagte Stranzl unter Betonung der psychologischen Notwendigkeit einer derart hochgesteckten Zielvorgabe. Und schob auch einen ganz persönlichen Grund nach: "Ich habe jetzt mit Spartak dreimal Silber (zweimal in der Meisterschaft und einmal im Cup/Anm.) geholt."
(apa/red)
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