Das 'Hooligan-Krebsgeschwür' bekämpfen:
Europas Fußballpräsident fordert Polizei
- Ziel: Aus für Hooligans, Doping und verbotene Wetten
- Sport soll wieder Fest- und Familiencharakter haben

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Ein "Krebsgeschwür" ist die der UEFA-Präsident Michel Platini die Hooligans-Szene. Als konkreten Schritt gegen Gewalt im Fußball bereitet er mit Polizeichefs und den EU-Innenministern die Einrichtung einer eigenen Sportpolizei vor.
UEFA-Präsident Michel Platini fordert eine europäische Polizei für den Sport. "Dabei geht es nicht nur um Gewalt, sondern auch um Kampf gegen Doping und gegen illegale Wetten. Wir haben bereits Treffen mit den Polizeichefs in verschiedenen Ländern gehabt. Am 28. und 29. November werden wir in Brüssel auch die europäischen Innenminister treffen", betonte Platini im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Mittwoch. Er bezeichnete die Gewalt im Fußball als "Krebsgeschwür".
Fußball muss ein Fest sein
"Man muss uns helfen, wir können es allein nicht schaffen. Fußball muss ein Fest sein und soll es wieder sein. 95 Prozent der Personen, die das Stadion besuchen, wollen ein Match genießen, vielleicht mit ihren Kindern. Nur fünf Prozent der Zuschauer sind gewalttätig und müssen gestoppt werden, in Italien, sowie in Deutschland, in Polen und in Barcelona", sagte Platini.
Hausarrest für Hooligans
Der UEFA-Präsident lobte die Maßnahmen der italienischen Regierung, die nach den Krawallen am Sonntag ergriffen wurden. "Man muss diese Hooligans stoppen, die den Fußball im Griff haben. Ich bin mit dem Reiseverbot für gewalttätige Hooligans einverstanden, das die italienische Regierung verhängt hat. So können sich diese Leute nicht mehr entlang der Autobahnen schlagen, so hat man mehr Zeit, um die Kurven zu reinigen", so Platini.
Der Kapitän der italienischen Nationalmannschaft, Fabio Cannavaro, sagte, er sei froh in Spanien bei Real Madrid zu spielen. "Dort kommen jeden Sonntag Familien in die Stadien und die wenigen Extremisten sind unter Kontrolle." (apa/red)
