Doping-Fall Michael Rasmussen: Hätte gar nicht bei Tour de France 2007 starten dürfen
- Stellte eingesetzte Kommission im Endbericht fest
- Aber: Keine Beweise für verbotene Methoden entdeckt

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Der des Dopings verdächtigte dänische Radprofi Michael Rasmussen hätte zur diesjährigen Tour de France erst gar nicht zugelassen werden dürfen. Außerdem war die Entlassung durch sein niederländisches Team Rabobank während der Tour mehr als berechtigt. Zu diesem Ergebnis kam eine von der Rabobank eingesetzte Kommission in einem veröffentlichten Bericht.
Der inzwischen zurückgetretene Rabobank-Teamleiter Theo de Rooij hatte den Dänen nach der 16. Etappe aus dem Team genommen. Zuvor war bekannt geworden, dass Rasmussen unzutreffende Angaben über seinen Aufenthaltsort in der Zeit vor der Tour gemacht hatte und somit für mögliche Doping-Kontrollen unerreichbar war. Zum Zeitpunkt seines Rauswurfes hatte der 33-Jährige gerade die führende Rolle im Gesamtklassement übernommen und galt als Favorit für den Toursieg.
Keine Beweise für verbotene Methoden
In dem Bericht der Kommission unter Vorsitz des Juristen und Sportmanagers Peter Vogelzang wird auch die damalige Leitung des niederländischen Teams um De Rooij kritisiert. Sie habe genug Hinweise gehabt, um den dänischen Bergspezialisten nicht an den Start gehen zu lassen. So habe das Team schon im April gewusst, dass Rasmussen in den Pyrenäen trainieren, dies aber nach außen verbergen wollte. Der Däne hatte angegeben, in Mexiko zu sein.
De Rooij habe zwar dieses Ansinnen ausdrücklich nicht gedeckt. Er habe aber die Teamleitung nicht ausreichend informiert. Die Kommission findet, es sei "in jeder Hinsicht angemessen", davon auszugehen, dass Rasmussen sich unangemeldeten Doping-Kontrollen entziehen wollte. Allerdings gebe es keine Beweise dafür, dass der Däne tatsächlich verbotene Methoden angewandt habe. Die Kommission kritisiert auch den Weltradverband UCI, der zögerlich und nicht eindeutig gehandelt habe.
(apa/red)
