Freitag, 16. November 2007

Gereizt-bissige Stimmung bei Demokraten: Clinton wirft Rivalen Schlammschlacht vor

  • Hitzige Debatte der US-Präsidentschaftsbewerber
  • Obama und Edwards contra Frau des Ex-Staatschefs

Mit heftigen persönlichen Attacken hat der Vorwahlkampf der Demokratischen Partei in den USA eine neue Phase erreicht. Sieben Wochen vor Beginn der "Primaries" warf Senatorin Hillary Clinton ihren beiden Hauptrivalen Barack Obama und John Edwards eine Schlammschlacht vor. Diese wiederum hielten der Frau von Ex-Präsident Bill Clinton vor, sich in wichtigen Streitfragen um klare Positionen zu drücken.

Sowohl Obama als auch Edwards kritisierten während der gemeinsamen Debatte in Las Vegas, dass Clinton ihre Haltung zum Irak-Krieg oder in der Sozialpolitik immer wieder neu bestimme. "Das amerikanische Volk sucht jetzt nach ehrlichen Antworten auf schwierige Fragen", sagte Obama und fügte hinzu: "Und genau das haben wir von Senatorin Clinton nicht bekommen." Diese konterte mit den Worten: "Ich bin schon wieder persönlich angegriffen worden. Wenn jemand anfängt, mit Schlamm zu werfen, dann sollten wir zumindest hoffen, dass er sorgfältig zielt und nicht nach dem Drehbuch der Republikaner handelt."

In den landesweiten Umfragen liegt Clinton vorne. In Iowa jedoch, wo die Vorwahlen am 3. Jänner mit einer Wählerversammlung beginnen, zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Clinton, Obama und Edwards ab. Alle anderen Bewerber scheinen bereits zu einer Zuschauerrolle verurteilt zu sein. (apa/red)

16.11.2007 11:25