Neutraler Status für Kosovo vorgeschlagen:
Details des Troika-Angebotes noch in Arbeit
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- Ischinger: Werde ein Angebot an beide Seiten sein
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Provinz kommt seit über 20 Jahren nicht zur Ruhe
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Kosovo-Gesprächen
Chancen auf Kompromiss
seien "nur sehr gering"

Die Kosovo-Troika wird den Verhandlungsteams Belgrads und Pristinas beim nächsten Treffen am Dienstag in Brüssel einen sogenannten neutralen Status vorschlagen. Dieser soll laut dem EU-Vertreter in der Troika, dem deutschen Botschafter Wolfgang Ischinger, darauf abzielen, zu einer "Normalisierung der Beziehungen" zwischen den beiden Seiten zu führen. Der Vorschlag werde allerdings kein Wort zur Status-Frage enthalten, meldeten Belgrader Medien.
Die vorbereitete Einigung über einen "neutralen Status" werde ein Angebot an die zwei Seiten sein, ihre Beziehungen ungeachtet dessen zu verbessern, wie die Entscheidung über den völkerrechtlichen Status der UNO-verwalteten Provinz ausfallen möge, wurde Ischinger in einer albanischsprachigen Sendung des US-Rundfunksenders Voice of America zitiert. Gegenwärtig gebe es gar keine Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo. Einerseits befände sich der Kosovo unter UNO-Verwaltung, andererseits werde er von Serbien als eigenes Staatsgebiet betrachtet. Es gebe nicht einmal den Versuch der Zusammenarbeit, meinte Ischinger.
Ischinger zufolge würden die Details des neuesten Troika-Angebotes erst ausgearbeitet. Auf jeden Fall soll es sich um eine Einigung über die Zusammenarbeit und gegenseitige Beratungen in bestimmten Bereichen - darunter Wirtschaft, Handel und die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität - handeln. Der Vertrag soll unter anderem auch dem Kosovo bestimmte Aufgaben auferlegen; etwa, mit Serbien über die Minderheitenfragen und die gemeinsamen Grenzen zu beraten.
Die Kosovo-Troika führt seit August Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina und soll um den 10. Dezember UN-Generalsekretär Ban Ki-moon über die Ergebnisse informieren. Eine Einigung der zwei Seiten über eine Kompromissformel für den künftigen Kosovo-Status ist kurz vor dem Abschluss der Gespräche nicht in Sicht. (apa/red)
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