Montag, 12. November 2007

Auslandsreise in Süden: Plassnik eröffnete Westafrika-Konferenz in Burkina Faso

  • Beratung über Konfliktlösungen stehen am Programm
  • Treffen Vorbereitung zum großen EU-Afrika-Gipfel

Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Afrika neu ordnen und beleben - und Österreich will seinen Teil dazu beitragen: Im Vorfeld des großen EU-Afrika-Gipfels hat Außenministerin Plassnik in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, eine Konferenz zur EU-Afrika-Strategie eröffnet.

Teilnehmer der Konferenz zum Thema "Frieden und Sicherheit in Westafrika - Welche Rolle für die Gemeinsame EU-Afrika-Strategie?" sind die Außenminister der Länder der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, der Europäischen Kommission und der portugiesischen Ratspräsidentschaft. Der ECOWAS gehören Benin, Burkina Faso, Cote d'Ivoire, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal, Togo, Gambia, Ghana, Liberia, Nigeria, Sierre Leone, Guinea- Bissau und Kap Verde an.

Ziel des Treffens ist es laut Plassnik, die Erfahrungen Westafrikas im Hinblick auf die Lösung von Konflikten zu erörtern, um daraus konkrete Lösungsansätze für aktuelle Krisenherde abzuleiten: "Mit dieser Initiative wollen wir das Thema 'nachhaltiger Friede' genauer beleuchten", so die Außenministerin. "Gerade Westafrika kann dabei seine große Erfahrung bei der Überwindung von Konfliktsituationen und beim Wiederaufbau von Gesellschaften und staatlichen Strukturen einbringen. Dieser Erfahrungsschatz soll mit Partnern in Afrika selbst besser ausgetauscht werden, aber auch in die gemeinsame EU-Afrika-Strategie einfließen."

Neben der Teilnahme an der Konferenz, die sie gemeinsam mit ihrem burkinabischen Amtskollegen Bassole organisiert hat, wird Plassnik am Nachmittag mit Staatspräsident Compaore zusammentreffen. Dieser kam 1987 durch einen blutigen Putsch an die Macht, wurde seither zweimal bei Präsidentschaftswahlen im Amt bestätigt.

(apa/red)

12.11.2007 09:28