ÖVP-Stimmen für Gehalts-Offenlegung: Partei offiziell weiter für derzeitige Regelung
- Maier für offenes System nach deutschem Muster
- Hakl würde das Kollegen nicht vorschreiben wollen

·Auch das BZÖ legt Nebenverdienste offen
'Spitzenverdienerin' ist die Pensionistin Haubner
·Offenlegen aller Staatsbürger-Löhne?
SPÖ heizt Debatte um Parlamentarier-Bezüge an
·UMFRAGE: Alle Gehälter offenlegen?
Was halten Sie vom neuen SPÖ-Vorschlag?
·Schüssel erinnert nun
an Klubvereinbarung
Parlamentsgehälter: BZÖ will ebenso Offenlegung
·Parlamentsgehälter transparenter machen
SP & VP legen sich quer:
Kritik der Opposition
·Parlament: Dazuver-
dienen dürfen fast alle
Ausgeschlossen nur Klub-
chefs und NR-Präsidentin
·IHRE MEINUNG zur anstehenden Wahl!
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In der ÖVP können sich mehrere Abgeordnete eine Einkommens-Offenlegung vorstellen. Für den ÖVP-Mandatar Ferry Maier, Generalsekretär des Raiffeisenverbandes, ist eine Erweiterung der derzeitigen Offenlegungsregeln vorstellbar, und zwar nach deutschem Muster, wie er im ORF-Morgenjournal erklärte. In Deutschland würden Einkünfte stufenweise in einer ungefähren Größenordnung angegeben.
Mayer meinte, Nationalratspräsidenten Prammer sollte einmal einen derartigen Vorschlag auf den Tisch legen. Persönlich kein Problem mit einer Offenlegung hat die ÖVP-Abgeordnete Karin Hakl. Sie würde das ihren Kollegen aber nicht vorschreiben wollen. "Mir persönlich wäre es ganz egal." Sie selbst verfüge über fast keine Nebeneinkünfte - "700 Euro im Jahr". Und ihre Fraktionskollegin Gertrude Brinek - sie ist zu 50 Prozent beschäftigte Assistenzprofessorin an der Universität Wien - will die private Einkommens-Offenlegung ebenfalls jedem selbst überlassen. "Das ist Angelegenheit eines jedes Einzelnen selbst".
Während SPÖ, Grüne und BZÖ zugesagt haben, ihre außerparlamentarischen Einkünfte ins Internet zu stellen und die FPÖ für eine neue gesetzliche Regelung eintritt, betrachtet die ÖVP weiterhin offiziell die derzeitige Regelung als ausreichend. Darin ist festgehalten, ob ein Nebeneinkommen höher als rund 1.100 Euro besteht und woher es kommt. Die tatsächliche Höhe ist aber nicht ablesbar.
(apa/red)
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