Spritverbrauch in Österreich steigt weiter:
Rekord trotz Klimawandel und Preis-Hoch
- Spritverbrauch legte bis September 2,4 Prozent zu
- Geringerer Heizölverbrauch im Vergleich zum Vorjahr

Klimawandel hin oder her, der Treibstoffverbrauch in Österreich steigt weiter. Von Jänner bis September gab es ein Plus von 2,4 Prozent, so die Einschätzung des Fachverbandes der Mineralölindustrie. Bei Benzin fiel die Steigerung gegenüber 2006 mit 0,2 Prozent bescheiden aus, bei Dieselkraftstoff hingegen setzte sich der deutlich gestiegene Verbrauch mit plus 3,2 Prozent fort.
Von den 1,53 Millionen Tonnen oder etwa zwei Milliarden Liter Benzin, die in den ersten neun Monaten 2007 fast ausschließlich über das öffentliche Tankstellennetz vertrieben wurden, waren rund 24 Prozent Normalbenzin, 73 Prozent Eurosuper und drei Prozent Super Plus.
Bei Dieselkraftstoff sieht die Vertriebssituation hingegen deutlich anders aus. Von den 4,71 Millionen Tonnen oder 5,6 Milliarden Liter Dieselkraftstoff, die die Mineralölfirmen seit Jänner verkauft haben, gelangten nur rund 52 Prozent oder knapp drei Milliarden Liter Diesel über die rund 2.800 öffentlich zugängigen Tankstellen in die Tanks. Die verbliebenen 48 Prozent bezogen Großkunden wie Transport- und Bauunternehmen und die öffentliche Hand direkt.
Obwohl auch der Verkauf von Flugturbinentreibstoff von etwa 545.000 Tonnen mit rund vier Prozent ebenso wie bei Benzin und Diesel zugenommen hat, hat der massive Einbruch bei Heizöl den österreichweiten Gesamtverbrauch an allen Mineralölprodukten um nahezu sieben Prozent gegenüber den Vergleichsmonaten 2006 verringert. Der Absatzrückgang bei Heizöl Extra Leicht etwa betrug von Jänner bis September mehr als 36 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
(apa/red)
