Winterlicher Kampf gegen Röte und Rauheit:
Wie Sie Ihre Haut vor der Kälte gut schützen
- Nur fettreiche Salben helfen gegen die Austrocknung
- "Frostschutz" ist vor allem für die Kinderhaut wichtig

·Der richtige Schutz für die Haut im Winter
Streichelweich und zart auch bei Wind & Wetter
Was hat das Wetter mit Hautproblemen zu tun? Kälte entzieht der Haut Wasser, dadurch kommt es zu Rötungen und Rauigkeit, die Geschmeidigkeit nimmt ab und Risse können entstehen. Betroffen sind Menschen mit fettarm-trockener, empfindlicher Haut, sagt der Wiener Dermatologe Sebastian Reischle, besonders aber Kinder.
Anzeichen fettarm-trockener Haut sind laut Reischle Spannungsgefühl, Juckreiz, Rötung und Entzündung, Rauigkeit. Die Haut wirkt schuppig und rissig, ist unregelmäßig durchblutet und reagiert sensibel auf chemische und physikalische Einflüsse. Schuld sind meist Probleme beim Fettstoffwechsel: "Bei trockener Haut liegt eine Störung der Lipidumwandlung vor." Dabei werden Phospholipide in Ceramide umgewandelt.
Fett gegen den Frost
Kommt zu dieser Vorbelastung das Winterwetter mit tiefen Temperaturen, Regen, Schnee und Nebel, ist die Schutzbarriere der Oberhaut endgültig überlastet. Was tun? "Alle, die im Alltag trockene Haut haben, sollten im Winter Fette bzw. Ceramide und Feuchtigkeit von außen zuführen", empfiehlt Reischle.
Anforderungen an die Pflege
Gesichtscremen für die kalte Jahreszeit müssen laut dem Dermatologen folgende Anforderungen erfüllen: "Wasser in Öl- oder Öl in Wasser-Emulsion, lipidreich, aber dennoch schnell einziehend, ausgezeichnete Verträglichkeit, galenisch stabil, Inhaltsstoffe qualitativ deklariert und Rohstoffe von bester Qualität."
Lippen nicht vergessen!
Zur Not könne man bei Kälte auch "umgekehrte" Hautpflege betreiben: tagsüber die fettreichere Nachtcreme verwenden und nachts die weniger gehaltvolle Feuchtigkeitscreme. Nicht vergessen sollte man Lippen, Hände, Arme und Beine - Stellen, die nur wenig Talgdrüsen besitzen und deshalb generell zu Trockenheit neigen.
Vorsicht beim Schifahren!
Noch einen drauf setzt das liebste Winter-Hobby der Österreicher: Beim Skifahren oder Snowboarden ist ungeschützte Haut dem Risiko von Kälteekzemen, oberflächlichen Erfrierungen und Gefäßschäden ausgesetzt. Die gefährliche Kombination entsteht durch Kälte, Fahrtwind, UV-Strahlung und Schwitzen.
Ohne Creme geht gar nichts!
Minus zehn Grad fühlen sich für die Haut durch den so genannten Windchill bei 20 km/h Fahrtgeschwindigkeit wie minus 21 Grad an, bei 60 km/h sinkt der Wert sogar auf minus 35 Grad. Hier hilft laut Reischle nur wirksamer Kälteschutz in Form einer fettreichen Emulsion. "Ohne Wasser, mit Fetten oder Wachsen, schlecht wärmeleitenden Decksubstanzen." (apa/red)
