Krebs verläuft bei Kindern so wie bei Eltern:
Zusammenhang in Großstudie bestätigt
- Großstudie zeigt ähnliche Tumorentwicklungen
- Guter Verlauf bei Eltern erhöht die Chancen beim Kind
Bei manchen Krebserkrankungen haben die Kinder der Patienten ein höheres Risiko für solche Tumoren. Eine schwedische Studie zeigt nun, dass bei vielen Krebsarten ein bestimmter - günstiger oder ungünstiger - Krankheitsverlauf bei einem Elternteil Aufschluss über die Prognose erlaubt, wenn ein Nachkomme ebenfalls erkrankt.
Die Forscher des Stockholmer Karolinska Instituts werteten eine Datenbank aus, in der drei Millionen Familien und mehr als eine Million Krebspatienten erfasst waren. Die Wissenschafter verglichen die Prognose eines erkrankten Elternteils mit der von Nachkommen, die später an der gleichen Tumorart litten. Bei Prostata-, Brust-, Darm- und Lungentumoren fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen den Krankheitsverläufen von Eltern und denen ihres Nachwuchses.
Wie die Eltern, so die Kinder?
Waren die Eltern innerhalb von zehn Jahren an einer dieser Krebserkrankungen gestorben, so hatten auch die Kinder eine schlechtere Prognose. Hatten die Eltern dagegen die Erkrankung überwunden, so waren die Heilungsaussichten bei den Kindern besser. Daher könnten Informationen über den Krankheitsverlauf bei Eltern nützlich sein zur Behandlung von Nachkommen, schrieben die Wissenschafter in der Zeitschrift "Lancet Oncology". (apa/red)

