Noch-BAWAG-Chef Nowotny über Reformen:
50% des geplanten Personalabbaus erledigt
- Zieldatum des angepeilten Jobabbaues vorgezogen
- '0 Euro, der als Erlös hereinkommt, verlässt die Bank'

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45-Jähriger galt bereits zuvor als Fädenzieher
Die BAWAG PSK hat aktuell schon die Hälfte des ihr verordneten Personalabbaus hinter sich, muss aber bis Ende des nächsten Jahres weitere rund 200 Jobs abbauen. "Wir haben bereits mehr als 50 Prozent des Zieles von 400 Stellen ohne besondere soziale Härten hinter uns gebracht", sagte der scheidende Vorstandschef Ewald Nowotny in der
Es sei richtig, dass das Zieldatum des angepeilten Stellenabbaues von 2011 auf 2008 vorgezogen worden sei, bestätigte er in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast". Zu Medienberichten, wonach der neue Eigentümer Cerberus bis zum geplanten Börsengang in sechs oder sieben Jahren zusätzlich Personal abbauen wolle - angeblich 600 Jobs - äußerte sich der scheidende Generaldirektor nicht.
Neuer Chef
Nowotny wird mit Jahresende 2007 an der Spitze des Instituts dem Briten David Roberts Platz machen. Der frühere sozialdemokratische Spitzenpolitiker und Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) wird in den Aufsichtsrat der BAWAG einziehen und an der Wiener Wirtschaftsuniversität seine Lehrtätigkeit wieder aufnehmen. Nächstes Jahr wird er sich um die Nachfolge Klaus Liebschers als Notenbankgouverneur ab September 2008 bewerben. Nowotny begründete seinen Abgang aus der BAWAG eben mit dieser Chance.
Der neue Eigentümer Cerberus, der die Bank im vergangenen Mai vom ÖGB um 3,2 Mrd. Euro gekauft hat, wird nicht (direkt) von den anstehenden Verkäufen von BAWAG-Beteiligungen, -Immobilien und Tochterfirmen (z.B. Bösendorfer, ATV) profitieren. "Kein Euro, der als Erlös hereinkommt, verlässt die Bank", sagte Nowotny in der Radiosendung. "In den ersten Jahren wird es auf keinen Fall zu Dividendenausschüttungen kommen - später ja."

