FORMAT über den perfekten Lebenslauf: Das Herzstück jeder Bewerbungsunterlage
- Lassen Sie Ihre Jobvisitenkarte von Experten checken
- Viel Zeit und Liebe zum Detail zahlen sich bei CV aus

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Wichtigstes Kriterium, um interessante Jobangebote zu kriegen, ist der Lebenslauf (Curriculum Vitae). Er ist die Visitenkarte jedes Bewerbers - und wird meist wesentlich intensiver betrachtet als die übrigen Bewerbungsunterlagen, die Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie ein erläuterndes Begleitschreiben. "Ein geübter Personalprofi braucht nur zwei Minuten, um einen umfassenden Eindruck von Ihnen und Ihrer bisherigen Laufbahn zu bekommen", sagt Expertin Lehky und rät daher, viel Zeit und Liebe zum Detail in die perfekte Gestaltung zu investieren.
Trotz umfangreicher Ratgeberliteratur liegt dabei in der Praxis einiges im Argen. "Im Manpower-Jobcafé, wo wir Tipps zu allen Stationen des Bewerbungsprozesses geben, sind oft ganz nette, sympathische Leute, die unsere Berater um die Einschätzung ihres Lebenslaufs bitten. Aber die Bilder, die sie im CV verwenden, sind oft furchtbare Meuchelfotos, sogar Bikinifotos oder Partyszenen", berichtet Lehky. Die Möglichkeit eines Lebenslauf-Checks bietet Manpower nun auch allen interessierten FORMAT-Lesern: Unter www.format.at können Sie Ihren Lebenslauf uploaden. Jobexperten nehmen dann Ihre Bewerbungs-Visitenkarte unter die Lupe und sagen Ihnen, welche Verbesserungen Sie noch vornehmen sollten, um Ihre Chancen auf den Traumjob zu erhöhen.
Tabellenstruktur und blockweise Gliederung
Die Tabellenstruktur und die blockweise Gliederung des Lebenslaufs sind heutzutage obligatorisch. Das Musterbeispiel auf der folgenden Doppelseite zeigt die formal richtige Einteilung: persönliche Daten, Ausbildung, beruflicher Werdegang, Weiterbildung, Zusatzqualifikationen. Die übersichtliche Gliederung hilft Personalisten, sich bei vielen Bewerbern einen raschen Überblick zu verschaffen. Das ist auch der Grund, warum man mit der zeitlich nächsten Position oder Ausbildung beginnt und dann chronologisch zurückgeht - wie Sie vor 20 Jahren ins Berufsleben eingestiegen sind, interessiert den Berater viel weniger als Ihre aktuelle Tätigkeit. Ein Praxistipp dazu: Den Lebenslauf nur als pdf-Datei versenden, damit die Tabellen auf fremden PCs nicht verrutschen. "Beim Foto kommt es auf ein freundliches Lächeln und das passende Outfit an - für Bürojobs unbedingt mit Sakko und Krawatte, bei Damen Bluse, dezenter Schmuck und Make-up", verrät Lehky.
Lückenlosigkeit
Der nächste Blick der Personalprofis gilt der Lückenlosigkeit des CVs. Gibt es Karrierunterbrechungen oder längere Zeiten der Arbeitslosigkeit, sollte man sich auf Nachfragen dazu einstellen. Wer kann, sollte hier Weiterbildungsmaßnahmen oder auch Zeitarbeitsjobs anführen. Lehky warnt vor Flunkereien: "Halten Sie sich strikt an die Wahrheit, auch wenn es Lücken, Brüche oder wunde Punkte gibt. Spätestens im Bewerbungsgespräch oder wenn ein Referenzcheck eingeholt wird, kommt das ans Licht."
Jobwechsel
Neben solchen Lücken interessieren die Berater im Lebenslauf besonders die Jobwechsel. Zusammen mit der Aus- und Weiterbildung lassen sie Rückschlüsse auf das bisherige Geschick in der Karrierestrategie und die Zielstrebigkeit eines Jobkandidaten zu. Kurzkurse sollten zumindest alle zwei Jahre vorkommen. MBA-oder FH-Studien sind ein besonderes Asset, ein schon Jahre zurückliegender Abschluss ohne regelmäßige Weiterbildung gilt dagegen als K.-o.-Kriterium.
Zusatzqualifikationen
Bei den Zusatzqualifikationen gibt es Mindeststandards wie Englisch oder MS Office. Erwähnen Sie dazu alles, was auch nur im Entferntesten für Sie spricht. Liegt Ihr perfekter CV dann beim Berater, können Sie gleich darangehen, Ihre Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse in Klarsichthüllen zu einer ansehnlichen Bewerbungsmappe zu verpacken - dann ist der Anruf des Personaldienstleisters nämlich nur noch eine Frage der Zeit.
Alles über den perfekten Lebenslauf lesen Sie im FORMAT 45/07.

