Hohe Einnahmen durch Sponsoring: Sport bringt jetzt auch dem Burgtheater viel Geld
- FORMAT: Haus geht wegen Fanmeile auf Tournee
- Zehn Sponsoren unterstützen Porträtgalerie und Co.

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Im Burgtheater wurde Sport bisher immer nur von Schauspielern gespielt - fast sieben Stunden lang vor zehn Jahren im "Sportstück" von Elfriede Jelinek. Jetzt kommen die echten Sportler. Im kommenden Juni wird das Haus an der Wiener Ringstraße zur Bühne für die Fußballer der Europameisterschaft.
Wegen der Fanmeile vor der Tür geht das Burgtheater im Juni auf Tournee. "Früher hätte man einfach nach einer Ausgleichszahlung durch den Staat gerufen", sagt Thomas Drozda, der kaufmännische Geschäftsführer des Burgtheaters. "Heute sind wir kreativer und bemühen uns, diese Lücke durch Sponsoring und Vermietung zu decken." Entsprechende Verträge mit der Telekom stünden kurz vor der Unterzeichnung. Zur Diskussion steht eine Videoleinwand samt Kommentatoren wie den erfolgreichen Stimmakrobaten der Gruppe maschek.
Geringe Begeisterung
"Im Haus war die Begeisterung für das Sponsoring gering, als wir nach der Ausgliederung des Burgtheaters aus dem Bundeshaushalt damit anfingen", schildert Drozda den mühsamen Start in einem mehr als hundert Jahre alten kameralistischen System. "Jetzt finanzieren wir damit die gesamten Produktionen des Akademietheaters. Und das Schöne daran: Bisher ist kein einziger Sponsor wieder abgesprungen."
Zehn Hauptsponsoren
Die Sponsoringabteilung um Ulrike Spann und Claudia Bochinz nimmt in der laufenden Saison einen einstelligen Millionenbetrag von insgesamt 37 Unternehmen ein. Die zehn Hauptsponsoren sind: Post, Verbund, Wien Energie, A1, Audi, Casinos, Generali, Österreichische Lotterien, Superfund und Magna. Sie unterstützen Projekte wie die Porträtgalerie, die Erst- und Uraufführungen sowie Gratistickets für Schüler aus den Bundesländern.
Bundeszuschuss ist seit 1995 unverändert
Der Bundeszuschuss ist seit 1995 mit jährlich knapp 44 Millionen Euro unverändert. Heuer kann sich Drozda aber über zusätzliche 2,1 Millionen Euro freuen, die Kulturministerin Claudia Schmied genehmigt hat.
Ein positiver Schritt für den Burgtheater-Kaufmann. Aber noch nicht weitgehend genug: "Wie die Universitäten sollten auch wir eine jährliche Anhebung für die Personalausgaben in Höhe des Beamtenabschlusses bekommen. Das wäre fairer", sagt Drozda.
Die ganze Story lesen Sie im FORMAT 45/07.

