Teilzeitarbeit wird immer unattraktiver:
Aktueller AK-Arbeitsklima-Index publiziert
- Arbeitnehmer allgemein derzeit sehr zuversichtlich
- Ist Teilzeitarbeit etwa vorwiegend "Frauensache"?

·GRAFIK: Frauen mit Teilzeit unzufriedener
Betrifft Einkommen, Tätigkeit und Arbeitszeit
Österreichs Arbeitnehmer sind derzeit so zuversichtlich wie noch nie. Teilzeitarbeitende Frauen werden allerdings immer unzufriedener: Negativ bewertet werden Einkommen, Sozialleistungen und Arbeitszeiten. Das belegt der jüngste Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich. Insgesamt herrscht bei den Beschäftigten aber Zufriedenheit.
Rund 20 Prozent der unselbstständigen Beschäftigten in Österreich arbeiten als Teilzeitkräfte, vor zehn Jahren waren es noch 15 Prozent. Teilzeitarbeit ist vorwiegend Frauensache, von den rund 790.000 Teilzeitbeschäftigten sind 670.000 Frauen. In den vergangenen zehn Jahren waren teilzeitbeschäftigte Frauen meist zufriedener mit ihrem Job als Vollzeitbeschäftigte. Nun hat sich das Bild umgekehrt, geht aus dem Arbeitsklima-Index hervor.
Einkommenszufriedenheit
Auch bei der Einkommenszufriedenheit ergeben sich gravierende Unterschiede zwischen Frauen in Voll- und Teilzeit, letztere fallen stark zurück: Während vor sieben Jahren noch 66 Prozent aller Frauen mit dem Einkommen zufrieden waren, sind heute nur mehr 54 Prozent der Teilzeitkräfte dieser Meinung. Bei Vollzeitbeschäftigten hat sich hingegen kaum etwas verändert.
Teilzeitbeschäftigte
Die Unzufriedenheit der Teilzeitbeschäftigten hat weitere Ursachen. So sind sie sowohl mit ihren Rechten als auch mit der sozialen Position als Arbeitnehmerinnen weitaus weniger zufrieden als noch im Jahr 2000. Die teilzeitbeschäftigten Frauen sind auch mit ihrer unmittelbaren beruflichen Tätigkeit vergleichsweise unzufriedener.
Indexpunkte gestiegen
Seit dem Frühjahr ist der Arbeitsklima-Index von 111 auf 112 Punkte gestiegen und hat damit einen neuen Rekordwert erreicht. Die Gründe dafür liegen unter anderem in der guten Konjunktur. Sowohl die wirtschaftliche Zukunft Österreichs als auch die des eigenen Betriebes werden als gut bewertet.
(apa/red)

