Freitag, 9. November 2007

Billig-Air Ryanair klagt die EU-Kommission:
Wegen Untätigkeit im Streit über Beihilfen

  • Soll staatliche Fluglinien vor Wettbewerb schützen
  • Vorwürfe richten sich gegen Frankreich und Air France

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihre Drohung wahr gemacht und die EU-Kommission wegen Untätigkeit im Streit über staatliche Beihilfen für Mitbewerber verklagt. Die Kommission werde aufgefordert, den Wettbewerb zu fördern und damit aufzuhören, große Fluggesellschaften zu schützen, die unrechtmäßige staatliche Beihilfen bezögen, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Die in der Klage genannten Vorwürfe richten sich gegen die französische Regierung. Ihr wirft Ryanair vor, Air France Rabatte bei Flughafengebühren zu gewähren, die der Fluggesellschaft einen Wettbewerbsvorteil brächten. Die EU-Kommission sei dagegen nicht vorgegangen, argumentiert Ryanair.

Das irische Unternehmen hatte die Klage bereits im Sommer angekündigt. Damals bemängelte der Konzern nicht nur den Fall Air France, sondern warf auch anderen Regierungen vor, ihre jeweiligen Flaggschiff-Fluggesellschaften unrechtmäßig zu subventionieren.
(apa/red)

9.11.2007 08:06