Freitag, 9. November 2007

Großer Generalstreik in Italien ausgerufen:
Auswirkungen auf auch Flug-& Bahnverkehr

  • Wegen Demonstrationen Chaos in der Hauptstadt
  • Streik gegen Abkommen zur Wohlfahrtsstaatsreform

In Italien ist es wegen eines Generalstreiks in der öffentlichen Verwaltung zu erheblichen Problemen gekommen. Der linksradikale Gewerkschaftsverband CUB hat die Italiener zu einem achtstündigen Streik aufgerufen. Der Arbeitsausstand fällt mit einem bereits angekündigten Streik der Lehrer zusammen.

Der Protest richtet sich gegen ein Abkommen zur Reform des Wohlfahrtsstaats, den die Regierung Prodi mit Zustimmung der drei konföderierten Gewerkschaftsverbände CGIL, CISL und UIL verabschiedet hat. Das Abkommen enthält eine von den kommunistischen Parteien und den Grünen scharf kritisierte Pensionsreform, die eine Erhöhung des Ruhestandsalters auf zunächst 58 Jahre bis Jänner 2008 und dann auf 61 Jahre bis zum Jahr 2013 anstrebt.

Die Reform des Wohlfahrtsstaats enthalte zu wenig sozial orientierte Maßnahmen, kritisierten die linksradikalen Parteien. Die Gewerkschaft CUB, die laut Eigenangaben über 700.000 Mitglieder zählt, verlangt außerdem strengere Maßnahmen gegen unsichere Arbeitsplätze, eine Erhöhung der Löhne und Gehälter, Steuersenkungen und eine Reduzierung der Militärausgaben.

Flug- und Bahnverkehr
Vom Streik betroffen ist der öffentliche Verkehr. Im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. Auf dem römischen Flughafen Fiumicino wurden mehrerer Flüge gestrichen. Demonstrationen fanden in in den größeren italienischen Städten, vor allem in Rom und Mailand, statt. Wegen des Streiks der Bediensteten im Nahverkehr kam es in Rom zu chaotischen Zuständen.

(apa/red)

9.11.2007 11:48