Gemeinsame Wege für ÖBB und Asfinag:
Kooperation bei Immobilien & Signaltechnik
- Horst Pöchhacker: "Es gibt nur eine Infrastruktur"
- Gesellschaftsrechtliche Verschränkung nicht geplant
·ÖBB: Neuer Vorstand ist noch immer unklar
Frage der Neubesetzung wurde vorerst vertagt
·ÖBB haben kein Geld für Schienen mehr
Mittel für Erhaltung des Schienennetzes knapp
·ÖBB sind in drei Jahren fit für Verkauf
Huber: Mitaktionäre würden Dynamik steigern
·Faymann klar gegen Privatisierung der ÖBB
Kein Börsegang mehr in
dieser Legislaturperiode
·720.000 Euro für die Ex-Asfinag-Vorstände
Faymann war nur über
280.000 Euro informiert

Die Straßenbaugesellschaft Asfinag und die ÖBB sollen nach einem Zeitungsbericht wesentlich stärker "koordiniert" werden als bisher angenommen: ÖBB-Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker, gleichzeitig Vize-Aufsichtsratschef der Asfinag, kündigte in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" die Gründung von projektbezogenen gemeinsamen Tochtergesellschaften der beiden staatlichen Infrastrukturunternehmen an.
An der Spitze werde es in absehbarer Zeit zwar keine gesellschaftsrechtliche Verschränkung geben, so Pöchhacker, die Vorgangsweise beim Ausbau von Straße und Schiene solle aber durch "regelmäßige gemeinsame Sitzungen der Vorstände von ÖBB-Holding und Asfinag" abgeklärt und koordiniert werden.
Erste Felder für gesellschaftsrechtliche Verschränkungen der beiden Unternehmen sind bereits definiert: Nachgedacht werde über eine gemeinsame Immobilientochter von ÖBB und Asfinag und über eine gemeinsame Gesellschaft, die sich mit der Entwicklung der Telematik für die Autobahnen und der Signaltechnik für die Eisenbahn befasst. Zur Poolung eigne sich sinnvollerweise auch das Know-How der beiden im Finanzierungsbereich.
Dass ÖBB und Asfinag beim Ausbau der Verkehrsnetze wie in den vergangenen Jahrzehnten unkoordiniert nebeneinander her arbeiten, ist dem Bericht zufolge jedenfalls nicht sonderlich sinnvoll. Pöchhacker: "Es gibt nur eine Infrastruktur". (apa/red)

