"Ultimatum" von Präsident Canori läuft ab: Richtungsweisende Begegnung für Kärnten
- Canori: "Erwarte mir in jedem Heimspiel einen Sieg"
- Erwartungshaltung für Trainer Schachner zu hoch
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Auf Austria Kärnten wartet in der Bundesliga-Heimpartie gegen die Wiener Austria ein richtungsweisendes Spiel. Präsident Mario Canori hatte Trainer Walter Schachner und der Mannschaft Ende Oktober eine Frist von zwei Spielen gestellt, in der er Verbesserungen "auf allen Ebenen" einforderte. Nach der starken Vorstellung beim 0:0 gegen Sturm erwartet sich der Vereinsboss nun in der Partie gegen die Wiener eine weitere Steigerung.
"Ich erwarte mir in jedem Heimspiel einen Sieg. Diese Mannschaft kann vom Kader her jeden schlagen, das versichern mir auch die Experten", legte Canori die Latte für den Bundesliga-"Neuling" hoch. Wie beim Remis in Graz ("Ich habe eine sehr gute Leistung gesehen") sei die kollektive Mannschaft gefordert. Nach dem Gesehenen werde man in einer Präsidiumssitzung am Montagabend beratschlagen, in welcher Form der eingeschlagene Weg fortgeführt wird.
"Wirtschaftliche Erfolge können nur dann eingefahren werden, wenn auch die sportlichen da sind", erklärte Canori, der wieder betonte, dass "alle hinterfragt sind, inklusive meiner Person". Der Pasching-Nachfolgeclub war mit dem Ziel gestartet, sich in der ersten Saison in der Liga zu konsolidieren, um im darauffolgenden Jahr mit einigen Verstärkungen auf den vorderen Plätzen mitzumischen. Derzeit rangiert die Kärntner Austria aber nur auf dem vorletzten Tabellenrang.
Dem von Trainer Walter Schachner eingeforderten Weg der Geduld ("Die Erwartungshaltung ist einfach zu hoch") konnte der Präsident bisher nur wenig abgewinnen. "Weder Schachners Gehalt noch der Kader sind so ausgelegt, dass man ewig Zeit geben kann", sagte Canori, der kein Rasenschach, sondern eine attraktive Spielweise sehen will: "Zu Hause muss ich den Zuschauern, sprich den Kunden, etwas bieten."
Der seit Ende April als Kärnten-Coach engagierte Schachner will sich jedoch nicht unter Druck setzen lassen. "Gegen Altach und gegen Sturm habe ich klare Leistungssteigerungen gesehen", sagte der Ex-Austria-Coach vor dem Duell mit den Violetten. Für die Spekulationen um seine Person zeigte er kein Verständnis: "Diese Aktionen sind von außen angestiftet. Ich habe immer gesagt, dass es ein schweres Jahr wird, aber jetzt müssen wir stabil werden."
Trotzdem gab der GAK-Meistermacher zu, die Aufgabe in Kärnten unterschätzt zu haben. "Sicher habe ich es unterschätzt, aber ich habe gesehen, dass Kärnten geil ist auf Fußball", meinte Schachner, der "gemeinsam mit dem Präsidenten Schritt für Schritt" am Projekt Austria Kärnten arbeiten will. Auch Rückschläge wie ein nach wie vor fehlendes Trainingsgelände - das Team muss bei jeder Einheit nach Moosburg ausweichen - bereiten dem 50-Jährigen kein Kopfzerbrechen mehr: "Ich bin ein Kämpfer, ich gehe meinen Weg."
(apa/red)
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