Renault geht bei Spionage-Vorwürfen in
die Offensive: Kein Vorteil für das Team
- Verdacht: Unerlaubter Besitz von McLaren-Material
- Franzosen müssen am 6. Dezember Stellung nehmen

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Renault geht im neuen Formel-1-Spionagefall in die Offensive. Das französische Team versicherte, es habe keinerlei Vorteile aus Datenmaterial des Konkurrenten McLaren gezogen. Renault muss sich am 6. Dezember vor dem Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) verantworten, weil ein ehemaliger McLaren-Ingenieur bei seinem Wechsel im September 2006 Informationen mitgenommen hat, die in den Bau des Boliden der abgelaufenen Saison eingeflossen sein sollen.
Die Franzosen räumten ein, dass Phil Mackereth ohne Wissen der Teamverantwortlichen einige Daten von seinem ehemaligen Arbeitgeber McLaren mitgebracht und auf sein persönliches Verzeichnis im Renault-Dateisystem geladen habe. Nachdem die Verantwortlichen erst am 6. September 2007 davon erfahren hätten, hätten sie sofort Maßnahmen ergriffen. Die Daten seien komplett aus dem Computersystem gelöscht worden. Renault habe umgehend McLaren und die FIA informiert und danach ständig über alle weiteren neuen Erkenntnisse unterrichtet. Der Ingenieur sei sofort seines Postens enthoben worden. Und die Originaldisketten seien McLaren zurückgeschickt worden.
"Kein Vorteil für das Team"
Renault versicherte, es habe keinerlei Vorteile aus dem Material gezogen. Zudem habe es in dieser Angelegenheit immer mit McLaren und der FIA zusammengearbeitet sowie unabhängige Experten des britischen Konkurrenten eingeladen, um seine Computersysteme und Autos untersuchen zu lassen. "Wir vertrauen voll auf die Entscheidung des Weltrates", hieß es in einer Presse-Erklärung.
McLaren-Mercedes war im Spionage-Skandal um geheimes Ferrari-Material zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden. Zudem hatte die FIA dem britisch-deutschen Team alle Punkte für die Konstrukteurs-Wertung 2007 aberkannt.
(apa/red)
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