Sonntag, 11. November 2007

ÖSV-Damen brechen Donnerstag nach
Übersee auf: Wenig Schnee in Panorama

  • Mandl nach Reiteralm-Doppelsieg sehr zufrieden

Während die Salzburgerin Marlies Schild und die Tirolerin Nicole Hosp auf der Reiteralm im dichten Schneetreiben einen ÖSV-Slalom-Doppelsieg gefeiert haben, gibt es in Panorama, der nächsten Station im Ski-Weltcup, vorerst wegen Schneemangels aufgrund zu warmer Temperaturen keine Trainingsmöglichkeit. "Wie man hört, bringen sie die Rennpiste hin. Aber allen, die dort trainieren wollen, haben sie abgesagt", berichtete ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl.

Die Abreise der Österreicherinnen nach Kanada erfolgt am Donnerstag, die Vorbereitung auf den Riesentorlauf und Slalom in Panorama (24./25.11.) wird ohnehin planmäßig im Ski-Resort Sun Peaks (British Columbia) absolviert. Das Material wird am Montag verladen, bis zum Abflug ist kein Schneetraining mehr angesetzt, die Damen arbeiten zu Hause an ihrer Kondition.

Das österreichische Riesentorlauf-Team wird mit jenem vom Auftakt in Sölden zahlenmäßig identisch sein (zehn ÖSV-Läuferinnen), zu den sieben Slalomdamen auf der Reiteralm werden laut Mandl noch zwei dazukommen. Nach ihrer Zwangspause wegen eines Bänderrisses im rechten Sprunggelenk in Kanada wieder mit dabei ist Michaela Kirchgasser.

Schild und Hosp reisen mit viel Selbstvertauen nach Kanada. "Mit den zwei sehr zufrieden", war Mandl nach dem Slalom. "Absolut. Das war auch gesamt gesehen sehr wichtig." Kathrin Zettel war als 17. die drittbeste ÖSV-Dame, mehr schafften es nicht ins Klassement. Nicht ganz nach Wunsch war es bei den jüngeren Läuferinnen gelaufen. Dass Kathrin Triendl im zweiten Durchgang ausschied, fand Mandl "sehr schade". Und eine Simone Streng beispielsweise (36. im ersten Lauf) habe es drauf, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren.

Slalom-Weltcupsiegerin Schild, die vom "Gefühl her" so stark wie in der Vorsaison ist, als sie sieben von neun Weltcup-Torläufen gewann, hätte gegen einen Zweikampf um die Kugel mit Hosp nichts einzuwenden. "Wir werden uns bemühen", sagte die Saalfeldenerin. Hosp, die sich nach dem Gewinn des Gesamtweltcups keinen Druck mehr macht ("Die Kugel steht daheim, die kann mir keiner mehr nehmen"), glaubt, dass es ein "Kampf unter mehreren "wird. "Das hat man speziell im ersten Durchgang gesehen."

(apa/red)

11.11.2007 13:26