Wurde Tommy Haas vergiftet: Alex Waske verschweigt den Namen seines Informanten
- Haas wird sich in den USA genau untersuchen lassen
- Internationaler Tennis-Verband beschäftigt sich damit

Der deutsche Tennis-Profi Alexander Waske will nicht den Namen seines russischen Informanten preisgeben, der den Verdacht eines Giftanschlags auf Thomas Haas ausgelöst hat. "Alexander Waske hat mir gegenüber den Namen des Informanten nicht genannt und möchte das auch nicht. Dabei bleibt es, glaube ich, auch", sagte Deutschlands Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen dem Fernsehsender DSF.
Haas erklärte, dass er sich auch vor dem Turnier in Lyon Ende Oktober, das er wegen Magenproblemen abgesagt hatte, übergeben hatte müssen: "Möglicherweise hängt das alles zusammen und das waren Langzeitfolgen." Haas ist beim Davis-Cup-Halbfinal-Aus Ende September gegen Russland in Moskau möglicherweise Opfer eines Giftanschlags geworden.
Momentan nur Spekulationen
Waske hatte den Fall ins Rollen gebracht, indem er auf einen russischen Sportmanager verwies, der ihm gegenüber entsprechende Aussagen machte. "Faktisch gibt es momentan keinen Anhaltspunkt für eine Vergiftung", betonte jedoch Kühnen. "Die Aussagen des Informanten von Alexander Waske sind für uns vom DTB spekulativ zu bewerten. Wir haben keine Anhaltspunkte für eine fundierte Aussage", erklärte der Davis-Cup-Teamchef weiter.
"Auch für die Glaubwürdigkeit des Informanten haben wir keinen Bezug. Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt um Spekulationen handelt." Dennoch hat sich der Internationale Tennis-Verband (ITF) des Falles angenommen. Haas selbst will sich nun genaueren Untersuchungen in den USA unterziehen. "Ob man da im Rückgriff noch etwas feststellen kann, weiß ich auch nicht", sagte der Weltranglisten-13.
(apa/red)
