Plassnik lobt offene Grenzen in Europa: Schengen-Erweiterung sei "Quantensprung"
- Ministerin erinnert an Ende des Eisernen Vorhangs
- Sicherheit am Außengrenzen "kräftig aufzurüsten"
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Außenministerin Plassnik hat die bevorstehende Schengen-Erweiterung um die postkommunistischen Staaten Mittel- und Osteuropas als "europäischen Quantensprung" bezeichnet. "Dort, wo früher der Eiserne Vorhang stand, wird es in nicht einmal sechs Wochen keine Grenzkontrollen mehr geben", sagte Plassnik in Wien.
Die Schengen-Erweiterung sei eine "tiefgreifende Neuerung mit weitreichenden Folgen, vor allem für die Menschen in unseren Nachbarländern", sagte Plassnik laut Aussendung des Außenministeriums. "Nichts könnte die epochalen Änderungen der letzten Jahrzehnte besser verdeutlichen als dieses Ereignis. Europa - das neue Europa - ist das Europa der Überwindung von Grenzen und Trennlinien auf friedlichem Weg", erinnerte die Außenministerin daran, dass ihr Vorgänger Alois Mock und dessen damaliger ungarischer Amtskollege Gyula Horn am 27. Juli 1989 gemeinsam den Stacheldraht des Eisernen Vorhangs durchschnitten, und dass sich am Samstag der Fall der Berliner Mauer zum 18. Mal jährt.
Plassnik betonte in diesem Zusammenhang, dass die EU den neuen Schengen-Staaten geholfen habe, ihre Sicherungsmaßnahmen an den Außengrenzen "kräftig aufzurüsten". So sei die Zahl der Polizisten an der slowakisch-ukrainischen Grenze von 240 auf 886 erhöht worden. Das Land habe 100 Millionen für Schengen-Maßnahmen investiert, die Hälfte davon stamme aus EU-Geldern. "Wir haben uns also gründlich auf diesen Schritt vorbereitet."
(apa/red)
