Sonntag, 11. November 2007

Zusammenstöße in Madrid: Zwischen rechts- und linksgerichteter Gruppierungen

  • Folgen: Ein Toter und mehrere Schwerverletzte
  • 20-Jährige erlag in Spanien einem Stich ins Herz

Bei gewaltsamen Zusammenstößen von Mitgliedern rechts- und linksgerichteter Gruppierungen in einer Madrider U-Bahn-Station ist ein 20-jähriger Mann getötet worden. Sieben weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der 20-Jährige erlag nach Angaben des Rettungsdienstes einem Stich ins Herz. Sanitäter sperrten eine wichtige Hauptstraße in der spanischen Hauptstadt und errichteten dort ein Zelt zur Versorgung der Verletzten.

"Es war ein sehr brutaler Kampf auf beengtem Raum", erklärte ein Sprecher der Rettungskräfte. Medienberichten zufolge traf die rechtsgerichtete Gruppe, die auf dem Weg zu einer Kundgebung gegen Einwanderung war, in der Station auf die linksgerichtete Gruppe.

Unter den Verletzten waren auch ein Polizist, der von einer Flasche am Kopf getroffen wurde, und eine Mitarbeiterin der Metro. Ein Sprecher der Stadtverwaltung verurteilte die Gewalt. In Madrid sei kein Platz für rassistische, fremdenfeindliche oder extremistische Äußerungen, sagte Alfredo Prada.

(apa/red)

11.11.2007 19:34