Großes Aufatmen für Nordseeküstenländer:
Keine Sturmflut in Niederlande & England
- Pegel der Nordsee blieb unter Niveau der Schutzwälle
- Fast 1.000 Leute übernachteten in Notunterkünften

·Wochenende bringt eisiges Winterwetter
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·GRAFIK: Sturmflut an der Nordseeküste
Die Vorkehrungen der betroffenen Länder
Die Niederlande und Großbritannien sind von der schweren Sturmflut an der Nordseeküste weitgehend verschont geblieben. Aus Angst vor Überschwemmungen und Schäden wurden Häfen gesperrt, Tausende Menschen in Sicherheit gebracht und Ölplattformen evakuiert. Die Wasserpegel stiegen nach offiziellen Angaben zwar um etwa drei Meter an, die Dämme hielten jedoch.
Im Süden der Niederlande wurden wieder einige Sperren geöffnet, wie ein Sprecher des dortigen Verkehrsministeriums sagte. Europas größter Hafen in Rotterdam sollte aber voraussichtlich den Rest des Tages geschlossen bleiben. Etwa 60 Schiffe waren betroffen. Der Energiekonzern StatoilHydro erklärte als größter Ölplattform-Betreiber im norwegischen Teil der Nordsee, dass der Produktionsausfall weniger schlimm als erwartet ausgefallen sei. Teilweise sei die Förderung bereits wieder aufgenommen worden.
Das niederländische Verkehrsministeriums hatte zuvor vor einem ähnlich schlimmen Sturm wie 1953 gewarnt. Damals kamen mehr als 2.000 Menschen in den Niederlanden und Ost-England ums Leben.
Evakuierungen
In Großbritannien wies die Polizei in der Grafschaft Norfolk die Menschen in 7.500 Haushalten vorsorglich an, ihre Wohnungen zu räumen. Pflegeheime mit mehr als 200 Senioren wurden evakuiert. Hunderte Familien suchten Zuflucht in Schulgebäuden. Schnellstraßen wurden gesperrt und der Zugverkehr eingestellt. Einige Surfer wagten sich dennoch aufs Meer hinaus in der Hoffnung eine besonders hohe Welle zu erwischen. Die Regierung hatte zuvor eine Springflut mit besonders hohem Wasserspiegel befürchtet. Premierminister Gordon Brown berief eine Krisensitzung ein, um den Katastrophenschutz zu koordinieren.
(apa/red)
