Donnerstag, 8. November 2007

Seuchengefahr nach der Flut in Mexiko:
Bedrohung durch Cholera und Dengue-Fieber

  • Tausende toter Rinder und Schafe treiben im Wasser
  • Rettungskräfte weiter um Bergung der Opfer bemüht

Nach einer der schwersten Flutkatastrophen in Mexiko sind Zehntausende Menschen von Seuchen bedroht. Die Behörden im besonders stark betroffenen Bundesstaat Tabasco warnten die Bevölkerung, verunreinigtes Wasser zu trinken, weil sich dadurch Cholera ausbreiten könnte. In den Fluten trieben Tausende toter Rinder und Schafe.

Auch Dengue-Fieber sei in den Flutgebieten zu befürchten, da sich Mücken als Überträger der gefährlichen Krankheit besonders stark im stehenden Wasser vermehrten, warnte der Leiter für Gesundheitsvorsorge in Tabasco, Ramon de Jesus Velarde. Schon jetzt grassiere in den vielen Flüchtlingsunterkünften die Grippe. "Ansteckungen sind ein großes Risiko. Es könnte eine Epidemie geben", sagte er. In den kommenden Tagen sollen größere Gebiete mit Rauchbomben beworfen werden, damit sich Mücken weniger stark ausbreiten.

Seit dem Übertreten der Flüsse nach starken Regenfällen steht nahezu der gesamte südliche Bundesstaat Tabasco unter Wasser. Mindestens drei Menschen ertranken. Bei einem Erdrutsch im benachbarten Chiapas starben zudem mindestens vier Menschen, als ihr Dorf unter den Schlammmassen verschwand. Die tatsächliche Opferzahl dürfte aber weitaus höher liegen. Rettungskräfte bemühten sich weiterhin, Verschüttete zu bergen. (apa/red)

8.11.2007 14:02