Dienstag, 6. November 2007

2007 verlustreichstes Jahr für US-Militär im Irak: 851 Soldaten seit Jahresbeginn getötet

  • 851 Soldaten kamen seit Jahresbeginn ums Leben
  • Sehr viele Opfer durch Bomben am Straßenrand

2007 ist nach einem Zeitungsbericht das bisher verlustreichste Jahr für die US-Streitkräfte im Irak seit Kriegsbeginn. Seit Jahresanfang seien mindestens 851 amerikanische Soldaten ums Leben gekommen, meldete die "Washington Post" unter Berufung auf die private Webseite icasualties.org, deren Betreiber die Opfer des Irakkrieges zählen. Bisher war 2004 das Jahr, in dem die US-Streitkräfte die meisten Soldaten verloren. Damals kamen den Angaben zufolge 849 Militärangehörige um.

Seit Beginn der US-Invasion in dem Golfstaat sind 3856 Soldaten getötet worden. Noch in der vergangenen Woche hatte der stellvertretende Befehlshaber der US-Truppen im Irak, Generalleutnant Raymond Odierno, von einem über fünf Monate währenden Rückgang der Verluste berichtet. Seit Juni wiesen die Zahlen nach unten. Vor allem sei die Zahl der Bombenanschläge merklich gesunken.

Viele der Opfer in diesem Jahr starben laut dem Zeitungsbericht durch ferngezündete Bomben am Straßenrand, die den US-Streitkräften zu schaffen machen, weil sie nur schwer aufzuspüren sind. Vor drei Jahren seien hingegen vergleichsweise mehr amerikanische Soldaten in konventionellen Gefechten getötet worden. Durch die von Präsident George W. Bush verfügte Truppenaufstockung befinden sich derzeit den Angaben zufolge rund 165.000 US-Soldaten im Irak, so viele wie nie zuvor. Rund 30.000 zusätzlich entsandte Soldaten sollen allerdings bis zum Juli kommenden Jahres wieder abgezogen werden.

(apa/red)

6.11.2007 19:31